150. Todestag

„Von Graefe stand für ein humanes, empathisches Arzttum“

Mit einer Kranzniederlegung am Albrecht-von-Graefe-Denkmal an der Berliner Charité hat die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft an den 150. Todestag des Begründers der modernen Augenheilkunde erinnert.

Veröffentlicht: 20.07.2020, 16:10 Uhr
„Von Graefe stand für ein humanes, empathisches Arzttum“

Mit einer Kranzniederlegung hat die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) am Montagnachmittag den 150. Todestag ihres Gründers Albrecht von Graefe gewürdigt. Die Zeremonie fand am Graefe-Denkmal an der Berliner Charité im Stadtbezirk Mitte statt.

© DOG/Deckbar

Berlin. Mit einer Kranzniederlegung hat die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) am Montagnachmittag den 150. Todestag ihres Gründers Albrecht von Graefe gewürdigt. Die Zeremonie fand am Graefe-Denkmal an der Berliner Charité im Stadtbezirk Mitte statt.

„Freude am Heilen und Forschen“

DOG-Präsident Professor Hans Hoerauf nannte von Graefe ein Vorbild in ärztlicher und moralischer Hinsicht. „Er lehrt uns, sich nicht von schwierigen Rahmenbedingungen entmutigen zu lassen, Motivation aus der Freude am augenärztlichen Heilen und Forschen zu ziehen, die eigene Unabhängigkeit zu erhalten sowie die eigenen Ideale konsequent zu verfolgen.“

Der Berliner Augenarzt von Graefe verstarb am 20. Juli 1870 im Alter von nur 42 Jahren an einer Lungentuberkulose. Er gilt als Begründer der modernen Ophthalmologie.

„Von Graefe stand für ein humanes, empathisches Arzttum“

Kranzniederlegung am Albrecht Von Graefe Denkmal durch die DOG: Prof. Hans Hoerauf (Präsident, links) und Prof. Hagen Thieme (Erster Vizepräsident)

© DOG/Deckbar

„Von Graefe stand für ein humanes, empathisches Arzttum“, sagte der Leiter des Forschungsbereichs Geschichte der Augenheilkunde in Tübingen, Professor Jens Martin Rohrbach. Rohrbach ist auch Autor einer kürzlich erschienenen Biografie von Graefes.

Fortschritt durch Zusammenarbeit

Dieser sei beseelt gewesen von dem Gedanken, „dass sich größerer Fortschritt nur durch internationale Zusammenarbeit und das Prinzip der Wissenschaftlichkeit erreichen lässt“. In diesem Sinne habe von Graefe sein eigenes Tun auf der Suche nach der besseren Lösung immer wieder selbst in Frage gestellt.

Berlin erinnert an Albrecht von Graefe mit dem Graefe-Denkmal an der Charité, der Graefe-Straße und dem Graefe-Kiez in Kreuzberg, die dortige Graefe-Schule sowie mit einem Ehrengrab auf dem Friedhof II der Jerusalems- und Neuen Kirche vor dem Halleschen Tor. (hom)

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