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Vor allem ältere Menschen sollten gegen FSME geimpft werden

NEU-ISENBURG (ug). Es ist höchste Zeit, an die Impfung gegen FSME zu denken. Denn bei diesen warmen Temperaturen sind auch die Zecken, die das Virus übertragen, sehr aktiv.

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Die Frühsommer-Meningoenzephalitis breitet sich in Deutschland weiter nach Norden aus (wir berichteten). Einen sicheren Schutz vor der Infektion bietet nur eine Impfung. Geimpft werden sollten Personen, die sich in FSME-Risikogebieten in der freien Natur aufhalten. Zu beachten ist, daß Zecken nicht nur im Wald und an Wiesenrändern auf einen Wirt warten, sondern auch in Stadtparks etwa und auf Friedhöfen.

Ganz wichtig sei, ältere Menschen zu impfen, sagt Privatdozent Dr. Jochen Süss vom Nationalen Veterinärmedizinischen Referenzlabor für durch Zecken übertragene Krankheiten in Jena. Denn mit zunehmendem Lebensalter wachse die Gefahr, daß die Infektion schwer verläuft und daß Enzephalitiden auftreten. Ältere Menschen, die aktiv sind und etwa gerne spazierengehen, sollten unbedingt gegen FSME geimpft werden.

"Bei ihnen muß man auch die Impfabstände deutlich einhalten, weil mit höherem Alter die Titer der neutralisierenden Antikörper nachlassen können", rät Süss im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung". Es müsse alle anderthalb Jahre geboostert werden, eventuell müssen auch die Titer bestimmt werden. Bei jüngeren Menschen sei das nicht so streng zu sehen. "Da kann man relativ großzügig vorgehen, weil die Impfstoffe qualitativ hervorragend sind."

Die gesetzlichen Kassen haben sich verpflichtet, die Impfung gegen FSME für Menschen zu bezahlen, die in deutschen Risikogebieten leben, aber auch wenn es um Reisen innerhalb Deutschlands geht.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Baltikum, Österreich, Rußland - in vielen Ländern Europas kommt FSME vor, und Reisende dorthin sollten geimpft werden

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