Warnung vor Malaria in Venezuela

Veröffentlicht:

DÜSSELDORF (eb). Wer eine Reise nach Venezuela plant, sollte sich über die aktuell sinnvolle Malariaprophylaxe beraten lassen, empfiehlt das CRM Centrum für Reisemedizin in Düsseldorf. Denn seit Anfang des Jahres sind nach offiziellen Meldungen in Venezuela über 30 000 Menschen an Malaria erkrankt. Dies sind fast doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Die meisten Fälle treten im Bundesstaat Bolivar auf. Dort befindet sich der Wasserfall Salto Angel. "Wir empfehlen für Reisen in diese Region neben einem sorgfältigen Mückenschutz zurzeit auch die vorsorgliche Einnahme von Tabletten, um eine Infektion zu vermeiden", sagt Privatdozent Tomas Jelinek, Wissenschaftlicher Leiter des CRM. Der Erreger der Malaria wird durch bestimmte Stechmücken übertragen. Typische Symptome sind Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost und Schweißausbrüche. Es gibt mehrere Krankheitsformen. Die gefährlichste, die Malaria tropica, ist auch in Venezuela verbreitet. Sie kann unbehandelt schnell zu lebensbedrohlichen Zuständen mit Koma, Nierenversagen und Schock führen. Behandelt heilt sie in der Regel aus. "Der enorme Anstieg der Malariafälle in Bolivar wird darauf zurückgeführt, dass dort illegale Goldminengräbersiedlungen aufgelöst wurden", erklärt PD Dr. Tomas Jelinek. Viele der vertriebenen Minenarbeiter sind mit dem Malariaerreger infiziert. Dort, wo sie nun leben, breitet sich der Erreger aus. Mücken nehmen ihn mit ihrem Stich bei Infizierten auf und übertragen ihn anschließend auf andere Personen. Malaria kommt in weiten Landesteilen Venezuela ganzjährig vor. Ausgenommen sind die mittleren Küstenabschnitte mit den vorgelagerten Inseln (zum Beispiel Margarita) sowie die Höhenlagen und Stadtgebiete. Die Empfehlungen zur Malariaprophylaxe sind abhängig vom Ziel, der Dauer und der Art der Reise. Sie können sich aufgrund aktueller Entwicklungen immer wieder verändern. Deshalb rät das CRM auch erfahrenen Reisenden, sich vor jeder Reise zu informieren und individuell beraten lassen.

Mehr zum Thema

Sie fragen – Experten antworten

Mutter mit MS: Kind gegen MMR impfen?

Das könnte Sie auch interessieren
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Für Menschen ab 60 Jahren sind die Impfungen gegen Influenza, Corona, Pneumokokken und Herpes zoster (beide nicht im Bild) Standard-Impfungen. Für Menschen ab 75 Jahren kommt die RSV-Impfung hinzu.

© angellodeco / stock.adobe.com

Respiratorisches Synzytial Virus

STIKO: Alle Menschen ab 75 gegen RSV impfen!

Blickdiagnose: klinisches Bild mit typischen Effloreszenzen bei Herpes zoster.

© Mumemories / Getty Images / iStock

Zoster-Impfung

Schutz vor Herpes zoster und Rezidiven

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Off-Label-Use möglich

Long-COVID-Therapie: So schätzt Hausarzt Maibaum den G-BA-Beschluss ein

Lesetipps