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Weniger Durchfälle in US-Kliniken dank Impfung

Die gute Schutzwirkung der Rotavirus-Impfung gegen Brechdurchfall bestätigt sich in der Praxis. Schwere Infektionen nehmen bei Geimpften um über 90 Prozent ab.

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NEU-ISENBURG (eis). Vier bis fünf Prozent aller Klinikaufenthalte von Kindern in den USA sind durch Rotavirus-Gastroenteritiden bedingt. Durch die Schluckimpfung lässt sich die Rate offenbar dramatisch senken, melden US-Forscher.

Sie haben in drei Counties die Zahlen der Klinikeinweisungen von Kindern infolge von Gastroenteritis in zwei Jahren vor und zwei Jahren nach Einführung der Impfung verglichen (Clin Inf Dis online 23. Juni).

In den teilnehmenden Kliniken der Counties in den US-Staaten Ohio, Tennessee und New York wurden dabei zwischen 2006 und 2009 insgesamt 837 Kinder im Alter unter drei Jahren wegen akuter Gastroenteritis (AGE) behandelt, gut jede dritte Erkrankung war dabei durch Rotaviren bedingt (36 Prozent).

Die Rate der Klinikeinweisungen durch Rotavirus betrug dabei in den beiden Jahren vor Einführung der Impfung 22,5 und 21,6 pro 10.000 unter Dreijährige. Nach Einführung der Impfung fiel sie dann auf 2,4 pro 10.000 ab und stieg im letzten Jahr der Studie wieder auf 10,1 pro 10.000 an.

Besonders geimpfte kleine Kinder profitierten vom Impfschutz: Bei den sechs bis elf Monate alten Kindern sank die Rate der Klinikeinweisungen wegen Rotaviren um 87 Prozent, hier waren drei von vier Kindern geimpft worden. Bei den zwölf bis 23 Monate alten Kindern sank die Rate sogar um 96 Prozent, in dieser Gruppe war knapp die Hälfte geimpft.

Beachtlich ist zudem eine 92-prozentige Reduktion der Erkrankungen bei 24 bis 35 Monate alten Kindern im ersten Jahr nach der Impfung.

Diese Kinder waren nicht geimpft worden und hatten offenbar einen Schutz, weil durch Herdenimmunität die Erreger-Zirkulation verringert war. Allerdings gab es den indirekten Schutz im zweiten Jahr nach Impf-Einführung nicht.

In Deutschland wird die Rotavirus-Impfung bisher von der STIKO noch nicht allgemein für Säuglingen empfohlen, viele Kassen bieten sie ihren Versicherten aber an.

Welche Kassen die Impfung bezahlen, steht unter www.impfkontrolle.de

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Rotavirus-Schutz in den Impfkalender!

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