Direkt zum Inhaltsbereich

Wochenspritze vereinfacht Rheumatherapie

WIESBADEN (hub). Die Rheumatherapie mit Etanercept wird durch eine neue Lösung mit 50 mg /ml einfacher: Es müssen nur noch einmal 50 mg pro Woche injiziert werden. Das bisherige Schema bestand aus zweimal 25 mg pro Woche.

Veröffentlicht:

Das neue Therapieschema mit einer Injektion von 50 mg Etanercept (Enbrel®) pro Woche ist mit dem üblichen Schema aus zwei Injektionen mit 25 mg gleichwertig. Das wurde in einer Studie mit Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) belegt: 214 Patienten erhielten eine Injektion à 50 mg Etanercept, 153 Patienten zwei Injektionen à 25 mg pro Woche.

In der Gruppe mit einer Injektion pro Woche besserten sich bei 50 Prozent der Patienten die Symptome um 20 Prozent (ACR20-Ansprechen). In der Gruppe mit zwei Injektionen lag dieser Anteil bei 49 Prozent. Von 53 Patienten mit Placebo hatten nur 19 Prozent das ACR20-Ansprechen, so Dr. Michael H. Schiff aus Denver.

Auch nach 16 Wochen Therapie waren beide Schemata ähnlich wirksam: 55 Prozent der Patienten mit 1 x 50 mg und 63 Prozent mit 2 x 25 mg hatten ein ACR20-Ansprechen. Je acht Prozent der Patienten hatten nach dieser Zeit eine Remission, sagte Schiff bei einer Veranstaltung von Wyeth Pharma während des Rheumakongresses in Wiesbaden.

"Die nur einmal wöchentliche Injektion macht die Patienten unabhängiger", so Schiff. "Bei kurzen Reisen kann auf die Mitnahme des TNFa-Blockers verzichtet werden, bei langen Reisen reicht die Hälfte der bisherigen Zahl der Ampullen."

Etanercept-Fertigspritzen gibt es seit 2004 in den USA. "Sie sind einfacher und sicherer anzuwenden als das Lyophilisat", so Schiff. Wirksamkeit und Verträglichkeit entsprechen der gefriergetrockneten Variante. Nach Unternehmensangaben sind die Fertigspritzen ab November in Deutschland erhältlich.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Entzündungsgrad und Rezidivrisiko

Riesenzellarteriitis abklären mit Ultraschall und OGUS

Rotatorenmanschetten-Anomalien

MRT-Befunde wohl nicht mit chronischen Schultersymptomen assoziiert

Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: WAYPOINT-Studie: schnelle und signifikante Reduktion des SNOT-22-Scores über 52 Wochen

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [6]

Schwere, unkontrollierte CRSwNP

Wirkansatz an epithelialen Alarminen

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Abb. 1: Signalkaskade der kardiovaskulären Inflammation

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [9]

Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt

Therapie der kardiovaskulären Inflammation senkt das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APONTIS PHARMA Deutschland GmbH & Co. KG

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Ältere Frau versucht, sich mit einem Fan abzukühlen.

© solidcolours/Getty Images/iStock

Tipps

Sommerhitze: Das ist wichtig bei älteren Patienten

Ein Mann mit COPDhustet, und fasst sich an die Bust.

© brizmaker / stock.adobe.com

Neudefinition mit praktischen Konsequenzen

COPD: Schon ab einer moderaten Exazerbation in Gruppe E!