Suchtkrankheiten

Zahl der Drogentoten geht in Deutschland weiter zurück

BERLIN (ddp.vwd). Die Zahl der Drogentoten ist im vergangenen Jahr mit 1326 auf den niedrigsten Stand seit 1989 gesunken.

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Wie die Drogenbeauftragte Sabine Bätzing (SPD) am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung des neuen Drogenberichts der Bundesregierung mitteilte, setzte sich damit eine rückläufige Entwicklung seit dem Jahr 2000 fort. Bätzing nannte als Gründe, den Ausbau der Beratungsangebote und die Verbesserung der Substitutionsbehandlung verantwortlich.

Die Drogenbeauftragte verteidigte ihren Vorstoß für eine Abgabe von Heroin auf Rezept an Schwerstabhängige. Für diesen begrenzten Personenkreis weise die Behandlung mit Heroin statistisch eine "signifikante Überlegenheit" auf, sagte Bätzing unter Verweis auf einen Modellversuch in sieben deutschen Städten mit etwa 1000 Abhängigen.

Dies betreffe den Gesundheitszustand der Schwerstabhängigen ebenso wie den "gesellschaftlichen Mehrwert durch sinkende Beschaffungskriminalität".

Die Abhängigkeit der Deutschen von legalen Suchtmitteln hält Bätzing dagegen für alarmierend. Etwa 20 Millionen Bundesbürger konsumierten regelmäßig Tabak, Alkohol oder schluckten Medikamente, so die Drogenbeauftragte.

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