Ziprasidon: Kein Problem für Zucker und Fett im Blut

HAMBURG (agr). Nehmen Patienten mit Schizophrenie unter einer antipsychotischen Medikation stark an Gewicht zu, ist das nicht allein ein kosmetisches Problem. Denn parallel zum Gewichtsanstieg können sich metabolische Probleme wie eine Insulinresistenz oder eine Fettstoffwechselstörung ausbilden.

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Darauf hat Professor Eberhard Windler aus Hamburg bei einer Veranstaltung des Unternehmens Pfizer in Hamburg hingewiesen. Das atypische Neuroleptikum Ziprasidon (Zeldox®) erweise sich dagegen als gewichtsneutral und beeinflusse darüber hinaus auch andere metabolische Risikofaktoren, etwa die Blutfett-Werte, eher günstig, so Windler.

So kam es in der ein Jahr dauernden ZEUS-Studie sowohl mit Ziprasidon als auch mit Placebo zu einem leichten Gewichtsverlust. Darüber hinaus ergaben sich in einigen Kurzzeitstudien günstige Einflüsse von Ziprasidon auf andere Stoffwechselparameter.

In einer sechswöchigen Studie, in der Schizophrenie-Patienten entweder zweimal täglich 40 bis 80 mg Ziprasidon oder einmal täglich 5 bis 15 mg Olanzapin erhalten hatten, waren die Parameter Nüchternblutzucker und -insulin sowie Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin und Triglyzeride unter Ziprasidon nicht oder kaum verändert.

Demgegenüber führte Olanzapin zu einer statistisch signifikanten Gewichtszunahme sowie einem signifikanten Anstieg der Insulin- und Blutfettwerte. Daß es bei einer Therapie mit Ziprasidon nicht zu Problemen mit dem Körpergewicht kommt, scheint unter anderem auf der geringen Affinität der Substanz zu histaminergen und adrenergen Rezeptoren zu basieren.

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