Schlafstörungen

Zu wenig Schlaf fördert Bluthochdruck

Wer nachts nur wenige Stunden schläft, erhöht sein Risiko, an Bluthochdruck zu erkranken. Das hat eine französische Studie ergeben.

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Mal wieder zu wenig geschlafen: Aktiviert ein Schlafdefizit die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse? DAK

PARIS (rb). Kurzschläfer stellen offenbar eine kardiovaskuläre Risikogruppe dar. Denn wer werktags weniger als fünf Stunden Schlaf erwischt, hat ein deutlich erhöhtes Risiko, an Bluthochdruck zu erkranken.

Um zu ergründen, ob und inwieweit die Schlafdauer den Blutdruck beeinflusst, haben Wissenschaftler der Pariser Sorbonne in einer Studie 1046 Hausarzt-Patienten im Alter von 40 bis 71 Jahren untersucht, 44 Prozent davon Frauen (J Hypertens 2012; 30: 1354-1363).

Sie wurden gefragt, wie lange sie an Arbeitstagen nachts schlafen. Zudem wurde der Blutdruck gemessen. Als Hypertoniker galt, wer Werte über 140/90 mmHg aufwies oder Antihypertensiva einnahm.

Zudem wurden Daten zu 21 möglichen Störvariablen erhoben, darunter Lipid- und Blutzuckerstatus sowie Rauchverhalten.

Minimum fünf Stunden

Probanden mit höchstens fünf Stunden Schlaf waren vermehrt hyperton: Nur 31 Prozent der Personen, die nachts sieben Stunden schliefen, hatten eine Hypertonie, hingegen 51 Prozent der Kurzschläfer.

Insgesamt lag die Hypertonikerquote bei 41 Prozent. Der Abgleich nach Störparametern änderte nicht viel am Ergebnis.

"Menschen mittleren Alters, die nicht mehr als fünf Stunden pro Nacht schlafen, sollten als weitere Gruppe mit erhöhtem kardiovaskulären Risiko angesehen werden", so die Forscher.

Vermutet wird, dass ein Schlafdefizit die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse aktiviert. Durch Kortisol-Vermittlung könnte die cholinerge Vasodilatation gehemmt und die Aktivität von Mineralokortikoiden erhöht werden.

Quelle: www.springermedizin.de

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