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Zur Hyposensibilisierung bei Allergie wird ein schneller Ansatz erprobt

DRESDEN (ars). Für die subkutane Immuntherapie bei Pollen- und Hausstaub-Allergie wird ein neuer schneller Ansatz erprobt. Dabei erfolgt die Aufdosierung mit zwei Injektionen an einem einzigen Tag. Schwerwiegende lokale oder systemische Reaktionen kommen bisherigen Studien zufolge nicht vor.

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Mit einem hoch gereinigten Allergenpräparat (Depigoid®) lässt sich die Phase der Aufdosierung offenbar sehr stark verkürzen. Dieses Ultra-Rush-Schema ist mindestens so sicher wie das herkömmliche Aufdosieren über drei Wochen, belegt eine prospektive Studie. Privatdozent Randolf Brehler hat sie bei einem Kongress in Dresden vorgestellt.

An der Studie nahmen 1068 Kinder ab drei Jahren und Erwachsene mit Rhinokonjunktivitis oder Asthma teil, die auf Hausstaubmilben oder Pollen allergisch reagierten. Zuerst bekamen die Patienten in den einen Arm 0,2 ml des Allergenextraktes injiziert, dann nach 30 Minuten 0,3 ml des Extraktes in den anderen Arm. Bei den nächsten Spritzen in monatlichen Abständen erhielten die Patienten die Maximaldosis von 0,5 ml (Int Arch Allergy Immunol 503, online).

Bei keinem Patienten traten schwere unerwünschte Wirkungen auf, wie der Allergologe aus Münster bei einer Veranstaltung des Unternehmens Novartis berichtet hat. Bei sieben Patienten kam es zu klinisch relevanten lokalen Reaktionen, bei acht zu systemischen Symptomen, vor allem Rhinitis, Asthma oder Unwohlsein. Alle diese Wirkungen waren jedoch mild und gingen von selbst zurück. Die Ergebnisse dieser spanischen Studie hat Brehler in einer eigenen noch nicht veröffentlichten Studie bestätigt. Teilnehmer waren 300 Patienten mit allergischer Rhinitis oder Rhinokonjunktivitis.

Der Allergenextrakt wird nach einem patentierten Verfahren hergestellt. Dabei werden Pigmente wie Flavonoide, Tannine und Melanoidine entfernt. Diese Verbindungen sind allergologisch irrelevant, können aber zu unerwünschten Effekten führen. Die Suspension ist bereits zugelassen zur spezifischen subkutanen Immuntherapie bei allergischen Erkrankungen vom Sofort-Typ: allergisches Asthma, allergische Rhinitis und Konjunktivitis.

Die Patienten erhalten nach dem derzeit angewandten Schema innerhalb von drei Wochen in aufsteigender Dosierung vier Injektionen mit jenem Allergen, gegen das sie sensibilisiert sind und IgE-Antikörper bilden. Anschließend beginnt die Erhaltungstherapie mit Injektionen alle vier bis sechs Wochen über drei Jahre.

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