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Opioid-Missbrauch

Suchtforscher: Kommunen sollen sich auf Opfer starker Drogen vorbereiten

Fachleute aus Suchtforschung und Suchthilfe schlagen Alarm: In Deutschland könnte die Zahl der Drogennotfälle bald drastisch zunehmen.

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Berlin/Frankfurt/Köln. Fachleute aus Suchtforschung und Suchthilfe schlagen Alarm: In Deutschland könnte die Zahl der Drogennotfälle bald drastisch zunehmen. Damit die Zahl der Todesopfer nicht steige, gelte es jetzt, schnell zu handeln. Darauf wiesen der Bundesverband Akzept, die Deutsche Aidshilfe (DAH) und die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen (katho) am Dienstag in einer gemeinsamen Mitteilung hin.

Immer häufiger würden Heroin synthetische Opioide wie Fentanyl oder Nitazene beigemischt. Diese Stoffe wirkten mehr als 100-mal stärker und seien extrem schwer zu dosieren. Konsumierende würden davon überrascht. Die Stoffe verursachten eine Atemdepression, die schnell tödlich verlaufen könne. Europaweit sei eine rasche Häufung entsprechender Todesfälle zu verzeichnen gewesen, heißt es weiter.

Diese Meldungen ließen darauf schließen, dass synthetische Opioide in Europa auf dem Vormarsch seien. „Städte und Kommunen sollten jetzt Vorkehrungen treffen, um diesen Drogennotfällen begegnen zu können“, sagt der Suchtforscher Professor Daniel Deimel vom Deutschen Institut für Sucht- und Präventionsforschung (DISuP) der katho. Ebenso müssten der Bund und die Bundesländer entsprechende Mittel für die Programme der Schadensminderung für Drogenkonsumenten vorhalten und diese ausbauen. „Wir verzeichnen jetzt schon die höchste Zahl von Drogentoten seit 20 Jahren“, so Deimel. (eb)

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