Fast jede dritte der 36 Arznei-Innovationen in Deutschland in diesem Jahr zählt zu den Onkologika. Das hat seinen Preis für die gesetzlichen Krankenkassen: Am teuersten waren für sie die Krebsmedikamente.
517.800 Krebsneuerkrankungen gab es 2023 in Deutschland, offenbart ein neuer Bericht. Wir zeigen anhand von Grafiken, welche Krebsarten besonders häufig diagnostiziert wurden, und welche bei den Krebssterbefällen eine große Rolle gespielt haben.
Der Innovationsausschuss beim G-BA empfiehlt zwei Versorgungsforschungsprojekte – zur Brustkrebsfrüherkennung und zu Online-Modulen in der Psychotherapie.
Im kommenden Jahr wird das sektorenübergreifende Qualitätssicherungsverfahren zur Vermeidung von Wundinfektionen nach chirurgischen Eingriffen nicht fortgeführt. Umsetzungsprobleme sorgten für Kritik.
Wer nach einer Covid-19-Impfung mit mRNA-Vakzinen erkrankt, soll künftig einfacher entschädigt werden können. Für die magere Studienlage könnten die Betroffenen nichts, so ein Gerichtsurteil.
Die geänderten STIKO-Empfehlungen zu Impfungen gegen Herpes zoster und gegen Meningokokken sind in die Schutzimpfungsrichtlinie aufgenommen worden. Zur Umsetzung in die Regelversorgung fehlt nur noch ein Schritt.
Der Gemeinsame Bundesausschuss hat jüngst in sechs von sieben Bewertungsverfahren keinen Zusatznutzen anerkannt. Die Ausnahme bildet der Wirkstoff Nivolumab für die Therapie bei Karzinomen des Ösophagus oder des gastrointestinalen Übergangs.
Bisher war Promethazin für Kinder ab zwei Jahren zugelassen. Nun weitet das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte die Kontraindikation des Wirkstoffs auf die Altersgruppe der unter Sechsjährigen aus.
Bad und Küche blitzen zwar vor Sauberkeit, aber die Innenraumluft ist durch die aggressiven Reinigungsmittel verschmutzt. Eine ernst zu nehmende Gefahr für die Lungengesundheit.
Eine Dysphagie ist bei Menschen mit COPD mit vermehrten Exazerbationen assoziiert. Kein Wunder: Bei COPD ist die neuromuskuläre Atem-Schluck-Koordination gestört. Da verschluckt man sich leicht.
Beim schweren Asthma haben Ärzte bei Biologika die Qual der Wahl. Es gilt, nicht nur Biomarker, sondern den ganzen Patienten in den Blick zu nehmen. Bei COPD sind bessere klinische Prädiktoren dringend gesucht.
Praxis, Kindergarten, Schule: An manchen Arbeitsplätzen fängt man sich schnell ein Virus ein. Folgen auf die Krankheit langfristige Gesundheitsprobleme wie CFS, muss die Unfallversicherung dafür zahlen.
Bei Patienten mit Depressionen, die symptomfrei sind, stellt sich oft die Frage, ob die Antidepressiva abgesetzt werden können. Wie dies geht und wie gleichzeitig das Risiko für Rückfälle gering bleibt, hat eine Studie untersucht.
Eine patientenzentrierte Supportivmedizin und eine interdisziplinäre Versorgung sollten laut Anke Reinacher-Schick Hand in Hand gehen. Die Onkologin fasst zusammen, welche positiven Entwicklungen die vergangenen Jahre in der Onkologie zu verzeichnen waren.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind zuletzt Ursache für ein Drittel aller Todesfälle in der EU gewesen. Ein Bericht der OECD zeigt große Unterschiede in der Versorgung auf.
Nach einer Corona-Impfung kann eine Frau auf einem Ohr nicht mehr hören – ihr zufolge ein Impfschaden, für den der Hersteller haftet. Über den Fall soll Deutschlands oberstes Zivilgericht entscheiden.
Ob Impfen, Asthma oder Suizidalität: Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte sieht – entgegen aktueller Umfrageresultate – keine Mängel bei der Einbeziehung der Patienten und erklärt beispielhaft, wie Kinder in Entscheidungen zur Behandlung eingebunden werden können.
Augencheck ohne Arzttermin: Die Techniker Krankenkasse startet in Sachsen ein Pilotprojekt für kostenfreie Augenchecks direkt in Optikgeschäften oder per „Augenmobil“.
Mit Hilfe eines neuen Online-Tools können die Bürger ihren Impfstatus zu Grippe, Masern/Mumps/Röteln, COVID-19, RSV, Polio, FSME und Pneumokokken überprüfen. Die digitalen Checks liefern persönliche Impfempfehlungen.
Wie lassen sich diejenigen Menschen mit früher Alzheimerdemenz identifizieren, die für die neuen Antikörpertherapien infrage kommen? Ein spezieller Befund- und Überleitungsbogen soll Hausärzten helfen.
Vernachlässigung und Gewalt: Rund 72.800 Kinder oder Jugendliche waren 2024 von Kindeswohlgefährdung betroffen. Binnen fünf Jahren stieg die Zahl um ein Drittel.
Zu erhöhter Wachsamkeit nach RSV-Infektionen mahnt ein dänisches Forscherteam. RSV sei nicht nur ein Atemwegserreger, sondern bei Erwachsenen auch ein erheblicher Risikofaktor für weitere Erkrankungen.
Ute Mons, Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), erklärt, wie Ärztinnen und Ärzte gesundheitsgefährdende Verhaltensweisen ansprechen können.
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Dass Lebenstilinterventionen Menschen mit Prädiabetes vor einem manifesten Typ-2-Diabetes schützen können, ist unumstritten. Nun belegen Langzeitdaten, dass eine Prädiabetes-Remission nach Jahrzehnten auch positive kardiovaskuläre Effekte hat.
Bei neu diagnostizierter Herzinsuffizienz und reduzierter linksventrikulärer Ejektionsfraktion besteht ein hohes Risiko, am plötzlichen Herztod zu versterben. Die SCD-PROTECT-Studie untermauert die Bedeutung des Schutzes vor SCD in der vulnerablen Frühphase bei Kardiomyopathien.
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Zusammengekniffene Augen, offener Mund, Zittern – hat meine Patientin Schmerzen? Eine genaue Beobachtung ist insbesondere bei Demenz wichtig, denn Betroffene können ihr Leiden häufig nicht mehr in Worten mitteilen. Miriam Kunz, Psychologin und Schmerzforscherin, gibt Tipps für die Schmerzdiagnostik bei kognitiven Einschränkungen.
Deutschland setzt zentrale Maßnahmen zur Krankheitsvermeidung kaum um und liegt im europäischen Vergleich deutlich zurück – mit spürbaren Folgen für die Versorgung.
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In Kooperation mit: AOK Bundesverband
Die Auswahl an Antidepressiva ist groß und mitunter unübersichtlich. Bei der gemeinsamen Entscheidungsfindung von Arzt und Patient könnte das Nebenwirkungsprofil weiterhelfen. Eine Metaanalyse gibt Anhaltspunkte.
Adipositas kann das Risiko für Fettlebererkrankungen um das Dreifache erhöhen. Neben kardio-renalen Komorbiditäten rücken immer mehr auch Lebererkrankungen in den Fokus. Bei der Therapie der MASLD sind Lebensstilinterventionen der wichtigste Pfeiler, vor allem die Gewichtsabnahme.
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Eine Gewichtsabnahme kann bei Menschen mit Adipositas offenbar auch ihre Gehirngesundheit positiv beeinflussen und das Organ quasi verjüngen. Das verbessert laut einer Studie die kognitiven Funktionen.
In der Umgebung von Industrieanlagen, die viel Trichlorethylen emittieren, ist das Parkinsonrisiko bis um das Vierfache erhöht. Darauf verweist eine US-Analyse. Die Chemikalie wird nach wie vor auch in Deutschland für Industrieprozesse verwendet.
Der Arzneimittelverordnungsreport sieht in den Jahren 2013 bis 2022 einen leichten Rückgang der Memantin-Verordnungen. Auch bei anderen Arzneien hat es Entwicklungen gegeben mit signifikanten Unterschieden zwischen Haus- und Facharztpraxen.
Schlafstörungen plagen besonders viele Menschen im Schichtdienst. Mit einigen Tricks können manche Betroffene trotz wechselnder Arbeitszeiten ausreichend Schlaf finden. Tipps für Ihre Patienten – und möglicherweise auch für Sie selbst.
Unterschiedliche Influenza-Vakzinen wurden in einer Übersichtsarbeit mit dem Standardimpfstoff hinsichtlich (Neben-)Wirkungen verglichen. Vor allem ein Impfstoff sticht durch eine hohe Rate an schweren Nebenwirkungen hervor.
Laterale Ellbogenschmerzen können, müssen aber nicht auf einen „Tennisarm“ hindeuten. In einer prospektiven Studie aus Rotterdam wurde die Verdachtsdiagnose nach gründlicher Untersuchung in fast der Hälfte der Fälle revidiert.
Mehr Aufmerksamkeit und eine interdisziplinäre Versorgung: Das fordert die Deutsche Diabetes Gesellschaft für Betroffene mit Diabetes und Lipödem. Es braucht außerdem weitere Forschung.
Menschen mit Typ-2-Diabetes, die GLP-1-Rezeptoragonisten anwenden, entwickeln laut den Ergebnissen einer Kohortenstudie häufiger einen chronischen Husten als Patienten unter einer anderen antidiabetischen Therapie.
Der orale GLP-1-Rezeptoragonist Orforglipron führt im Vergleich mit Placebo zu einer relevanten Gewichtsreduktion bei Personen mit Typ-2-Diabetes und Übergewicht. So das Ergebnis der ATTAIN-2-Studie.
Lebensstilfaktoren beeinflussen den Verlauf der Parkinsonkrankheit stark, sowohl in der prodromalen als auch in der klinischen Phase. Die Studie PREVENTION-IN-PD erforscht die Wirkungsweise einer umfassenden Lebensstil-Intervention.
Nach einem aktuellen Definitionsvorschlag der European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR) gibt es eine Difficult-to-Manage (D2M)-Psoriasisarthritis auch ohne offenkundige Entzündung.
Im Gefolge der COVID-19-Pandemie ist die Rate invasiver Streptokokkeninfektionen bei Kleinkindern deutlich gestiegen. Ein internationales Team erkennt einen Zusammenhang mit den Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie.
Menschen mit Typ-2-Diabetes, die mit einem SGLT2-Inhibitor behandelt werden, haben nach Operationen offenbar eine geringere Mortalität und Morbidität. Laut einer Datenbankanalyse ist sogar das Risiko für Ketoazidosen reduziert.
Eine tiefe Hirnstimulation regt bestimmte neuronale Netzwerke im Gehirn an. Diese lassen sich auch von außen per Gleichstromstimulation aktivieren. Parkinsonbetroffene, die darauf gut ansprechen, scheint die Hirnstimulation besonders gut zu helfen.
Patient Reported Outcomes (PRO) sind bei Krebserkrankten unabhängig von anderen prognoserelevanten Einflussgrößen mit dem Gesamtüberleben assoziiert. Dafür sprechen Daten eines systematischen Reviews mit Metaanalyse.
Eine ambulant behandelte Harnwegsinfektion kann schnell einen gefährlichen Verlauf nehmen, wenn bestimmte Risikofaktoren im Spiel sind. Welche das sein könnten, zeigt eine Metaanalyse mit über 1,5 Millionen Beteiligten.
Wie viele Personen mit chronischen Rückenschmerzen haben Erfahrung mit Physiotherapie und wie viele nutzen medikamentöse Schmerztherapien? Das legen Daten einer großen Kohortenstudie offen.
Kann man bei Älteren mit dislozierter Speichenfraktur mit Handgelenksbeteiligung auf eine Op verzichten, ohne dass es zu größeren funktionellen Einbußen kommt? Eine Primäranalyse spricht dagegen. Auf den zweiten Blick sind sich die Forscher allerdings nicht ganz so sicher.
Eine Phase-III-Studie zeigt, dass drei Zyklen Nivolumab plus Chemotherapie vor einer Operation das Gesamtüberleben bei resektablem NSCLC signifikant verbessern. Der Überlebensvorteil bestätigt sich in allen Subgruppen ohne neue Sicherheitssignale.
Hamburger Orthopäden haben bei Knie-TEP-Patientinnen und -patienten Faktoren identifiziert, die mit postoperativer Instabilität assoziiert waren. Die Daten unterstrichen die Relevanz einer individuell zugeschnittenen Versorgung.
Nicht alle Prostatakarzinome der Graduierungsgruppe 1 nehmen einen günstigen Verlauf, wie eine US-Studie belegt. Die Autoren und Autorinnen haben errechnet, dass einer von sechs Betroffenen möglicherweise therapiebedürftig ist.
Wie der Gebrauch von Cannabis mit dem Risiko zusammenhängt, an bösartigen Tumoren des Urogenitaltrakts zu erkranken, hat eine US-Arbeitsgruppe untersucht. Drei Organe zeichneten sich als besonders gefährdet ab.
Wie häufig zusätzliche systematische Stanzbiopsien höhergradigen Prostatakrebs zutage fördern als gezielte Biopsien von Läsionen, die im MRT aufgefallen sind, haben US-Urologen untersucht. Sie empfehlen ein modifiziertes Vorgehen.
Ein niedriger FT4-Wert bei normalem TSH war in einer Metaanalyse mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung eines Gestationsdiabetes assoziiert, nicht dagegen eine subklinische Hypothyreose.
Die Schlafposition Schwangerer im letzten Trimenon ist entscheidend für das Wohl des Kindes. Kanadische Gynäkologen haben dazu einige Tipps zusammengetragen.
Marknagel oder plattenosteosynthetische Versorgung? Bei dislozierten proximalen Frakturen des Humerus haben beide Methoden ähnlich abgeschnitten. Bei einer Methode kam es jedoch zu mehr Komplikationen und Reoperationen.