Die Abwertung psychotherapeutischer EBM-Leistungen auf breiter Front hat in der Branche einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Hoffnungen, das Gesundheitsministerium werde die Kürzung noch einkassieren, dürften wohl enttäuscht werden.
Eine per Samenspende gezeugte Frau hat keinen Anspruch auf Auskunft darüber, wie viele Halbgeschwister sie hat. Das Oberlandesgericht Frankfurt/Main entschied, dass der behandelnde Arzt hierzu keine Informationen geben muss.
Berufsausübungsgemeinschaften müssen auch eine arztbezogene Prüfung hinnehmen. Das hat das Bundessozialgericht entschieden. Im konkreten Fall wurden in einer BAG erhebliche Überschreitungen bei der GOP 01435 festgestellt.
Für alle Leistungen aus den Versorgungsverträgen gilt eines Zweijahres-Verjährungsfrist für Klinikrechnungen. Bei der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung greift eine Frist von vier Jahren.
Die Krankenkassen müssen keine Auskunft geben, wer einen Patienten als „Blaumacher“ angeschwärzt hat, der Datenschutz geht vor. So ein Urteil des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen.
Ob eine Infektion tatsächlich angeboren ist, entscheidet sich nach einem aktuellen Urteil des Bundessozialgerichts nicht nach dem Zeitpunkt der Diagnose. Auch reicht ein bloßer Verdacht reicht nicht aus, um die Kodierung P37.9 zu rechtfertigen.
Um Patienten und MFA zu überwachen, installierte ein Dermatologe aus Baden-Württemberg Kameras in seiner Praxis. Der Landesdatenschutzbeauftragte verhängt ein Bußgeld – und rügt zudem Datenpannen beim Postversand.
Hat die eine Arznei keinen Zusatznutzen, so muss einer Mengenausweitung nicht zwingend eine Senkung des Betrags pro Packung folgen. Auch zu den Jahrestherapiekosten gibt es eine Entscheidung.