Schließungen

AvP-Pleite: Bisher keine brandenburgischen Apotheken betroffen

Der brandenburgische Apothekerverband mahnt zur Vorsicht bei der Inanspruchnahme von Kreditprogrammen.

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Potsdam. In Brandenburg musste bislang noch keine Apotheke aufgrund der Insolvenz des Abrechnungsdienstleisters AvP schließen. Das teilte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) vor Kurzem in einer Fragestunde des Brandenburger Landtags auf Nachfrage des Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses, Björn Lüttmann (SPD), mit.

Auf Nachfrage der „ÄrzteZeitung“ bestätigte der Sprecher des Apothekerverbands Brandenburg, Mathias Braband-Trabandt, diese Aussage.

Laut Ministerium haben in Brandenburg 121 Apotheken ihre Abrechnung an die AvP ausgelagert. Für Apotheken in Not bestehe die Möglichkeit, Kreditprogramme der KfW in Anspruch zu nehmen sowie Gelder aus dem Konsolidierungs- und Standortsicherungsprogramm der Landesregierung für in Not geratene Unternehmen zu beantragen.

Nach Angaben Braband-Trabandts seien diese Programme aber nur bedingt geeignet. Besonders Apotheken, die ohnehin schon hohe Kreditlinien zu bedienen hätten, etwa nach einer Neueröffnung, könnten solche Programme zwar kurzfristige Liquidität verschaffen, aber zum Teil zu womöglich sehr hohen Zinssätzen, die sich langfristig auf die Bilanz der Apotheke auswirkten.

„Hier hätte sich der Apothekerverband schnelle, unbürokratische und gezielte Hilfe seitens der Bundes- und Landesregierung gewünscht, wie sie beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern möglich war.“ (lass)

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