Direkt zum Inhaltsbereich

Lieferprobleme

Brandenburg: Aktuelle Stunde zu Arzneiengpässen

Sind zuzahlungsfreie Medikamente nicht lieferbar, sollen Patienten, die auf zuzahlungspflichtige Arzneimittel ausweichen müssen, nicht auf den Kosten sitzen bleiben, fordert die Linke.

Veröffentlicht:

Potsdam. Brandenburgs Linke fordert, dass zuzahlungspflichtige Medikamente zuzahlungsfrei an Patienten abgegeben werden, wenn das eigentlich verordnete Medikament wegen des derzeit herrschenden Medikamentenmangels nicht mehr zur Verfügung steht. Wie der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion, der Neuruppiner Abgeordnete Ronny Kretschmer, am Dienstag vor Jounalisten sagte, wolle man mit einer „Aktuellen Stunde“, die am Mittwoch, 25.01., im Landtagsplenum stattfindet, erreichen, dass sich Brandenburg im Bund und in der Gesundheitsministerkonferenz der Länder stärker im Kampf gegen den Medikamentenmangel engagiert. „Wir brauchen ein Frühwarnsystem, das anzeigt, wenn Medikamente knapp werden“, sagte Kretschmer. „Und wir müssen die bürokratischen Hürden absenken bei der Herstellung und Produktion zum Beispiel von Fiebersäften und Fieberzäpfchen.“ Zuvor scheiterte Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) mit der Forderung nach einer Eigenproduktion fehlender Medikamente im Bund. „Wir halten den Vorstoß von Ursula Nonnemacher für wichtig“, sagte CDU-Fraktionschef Jan Redmann. Gerade weil akut Fiebersaft benötigt werde, sei es wichtig, dass der Bund einen entsprechenden Weg eröffne. SPD-Fraktionschef Daniel Keller nannte die Zielrichtung der Linken, dass das Land hier selbst aktiv werden solle, dagegen „eher schwierig“. „Ein Vorschlag von uns ist im Bund abgelehnt worden“, sagte Keller. „Das zeigt, wie klein das Feld ist, auf dem wir in Brandenburg aktiv werden können.“ (lass)

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Nationale Politik an Europas Gesundheitszielen ausrichten

© quantic69 | iStock

Politische Perspektive

Nationale Politik an Europas Gesundheitszielen ausrichten

Anzeige | CSL Behring GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
AMNOG-Verfahren: Plädoyer für ein Update

© Springer Medizin Verlag GmbH

AMNOG-Verfahren: Plädoyer für ein Update

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Therapie je nach Risiko

Akute Lungenembolie: Was die optimale Therapie ausmacht

Lesetipps
Akte im Hängeregister mit der Aufschrift Gewerbesteuer.

© Torsten Sukrow / SULUPRESS.DE / picture alliance

Freiberuflichkeit

Viele Angestellte machen aus einer Arztpraxis noch lange kein Gewerbe