Direkt zum Inhaltsbereich

Einnahmeverluste

Brandenburger Ärztekammer fordert mehr staatliche Unterstützung für Ärzte und Kliniken

Einnahmeverluste und Kostensteigerungen treiben Kliniken und Praxen in die Enge. Brandenburgs Landesärztekammer will nun mehr staatliche Unterstützung.

Veröffentlicht:

Potsdam. Brandenburgs Landesärztekammer (LÄKB) fordert mehr Unterstützung für die Krankenhäuser und die niedergelassenen Ärzte des Landes. Eine Kombination aus coronabedingten Einnahmeverlusten und exorbitanten Kostensteigerungen habe zu einer finanziellen Schieflage im stationären und ambulanten Sektor geführt.

Krankenhäuser, aber auch Arztpraxen könnten die Mehrkosten nicht einfach den Krankenkassen in Rechnung stellen. „Mit großer Sorge erfüllt uns die „Planinsolvenz“ des Krankenhauses Spremberg“, erklärt der Präsident der LÄKB, Dipl.-Med. Frank-Ullrich Schulz.

„Dieses Krankenhaus ist bemerkenswert, da hier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Eigeninitiative einen Förderverein gegründet haben, der Mehrheitsgesellschafter der Krankenhaus GmbH ist.“ Sie hätten damit direkt Verantwortung für die Versorgung der Menschen vor Ort übernommen. Solche Initiativen zeugten von Verantwortungsbewusstsein sowie Menschlichkeit.

Gleichzeitig begrüßt die Landesärztekammer die Initiative der Brandenburgischen Landesregierung, Krankenhäusern im Land Hilfen in Höhe von insgesamt 50 Millionen Euro zukommen zu lassen. Diese Mittel müssten aber zwingend durch Bundesmittel für den stationären und ambulanten Sektor ergänzt werden.

Eine Insolvenzwelle würde katastrophale Auswirkungen für die Versorgung haben. „Wir fordern den Bundesminister für Gesundheit auf, endlich zu handeln“, betont LÄKB-Vizepräsident, Dr. Steffen König.

„Führen Sie endlich eine bedarfsgerechte Krankenhausreform und sachgerechte Vergütungsreformen für den ambulanten Bereich durch und stützen Sie sich dabei auf die Erfahrungen von Praktikern, die nicht nur die Zahlen, sondern auch die Menschen dahinter kennen!“ (lass)

Mehr zum Thema

Eigeneinrichtung als Übergangslösung für zwei Jahre geplant

KV Brandenburg will mit eigener Hausarztpraxis Kollegen in Cottbus entlasten

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Logo vom ÄrzteTag extra der Ärzte Zeitung mit dem Porträt des Podcast-Gesprächspartners Reinhard Pfingsten von der apoBank

© apoBank

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Wie können Ärztinnen und Ärzte das neue Altersvorsorgedepot für den Ruhestand nutzen, Herr Pfingsten?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Deutscher Apotheker- und Ärztebank (apoBank)
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Porträt

Steve Roczen: Darum ist der MFA-Beruf für Männer interessant

Lesetipps
Ein gedeckter Tisch mit Gemüse

© san_ta / Stock.adobe.com

Metaanalyse

Ist eine vegetarische oder vegane Ernährung gut für Kinder?

Alle Diabetes-Patienten gegen  Herpes zoster impfen?

© Porträt: privat | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Alle Diabetes-Patienten gegen Herpes zoster impfen?

Labor

© Gerhard Seybert - stock.adobe.com

Euglykämische diabetische Ketoazidose

Kasuistik: Seltene Nebenwirkung unter SGLT2-Hemmern