Kurzporträt

CDU-Politikerin Diana Stolz übernimmt die Gesundheit in Hessen

Anfang der 2000er-Jahre war Diana Stolz bereits im Sozialministerium tätig, jetzt kehrt sie als Ministerin zurück. Das Haus hat sich aber in der neuen schwarz-roten Koalition in Hessen sehr verändert.

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Diana Stolz

Diana Stolz, Hessens neue Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege.

© Arne Dedert/dpa

Wiesbaden. Am Montag wurde offiziell bestätigt, was seit Tagen als Spekulation durch Hessens Landeshauptstadt Wiesbaden gegeistert war: Diana Stolz, die Gesundheitsdezernentin des südhessischen Landkreises Bergstraße, wird Gesundheitsministerin im neuen Kabinett von Ministerpräsident Boris Rhein (CDU), das am heutigen Donnerstag vereidigt werden soll.

In der Landespolitik selbst war die 47 Jahre alte Mutter zweier Kinder bislang wenig in Erscheinung getreten, dafür hatte sie sich aber bereits eine starke Stellung innerhalb der Hessen-CDU erarbeitet: Sie ist stellvertretende Landesvorsitzende und Vorsitzende der Frauen-Union. Somit war sie dann auch maßgeblich beteiligt an den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD, nachdem Boris Rhein dem bisherigen Grünen-Koalitionspartner nach der Landtagswahl vom 8. Oktober vergangenen Jahres den Laufpass gegeben hatte und lieber ein Bündnis mit den Sozialdemokraten eingehen wollte.

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Von der Bergstraße in die Landeshauptstadt

Für die gebürtige Frankfurterin ist weder die Gesundheitspolitik noch das Sozialministerium gänzlich fremd. Als Erste Kreisbeigeordnete an der Bergstraße ist Stolz zuständig für Jugend und Arbeit, Gesundheit und Verbraucherschutz. Und auch in der Verwaltung des Sozialministeriums in Wiesbaden hat sie vor einiger Zeit bereits gearbeitet: Anfang der 2000er-Jahre, als die ebenfalls der CDU angehörende Silke Lautenschläger das Ministerium führte.

Stolz wird allerdings ein neues Haus vorfinden: Das bisherige, sehr breit aufgestellte Sozialministerium ist wie berichtet im Zuge der Koalitionsverhandlungen zweigeteilt worden: In ein Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, das der CDU und Stolz zufällt und in ein Ministerium für Arbeit und Integration, Jugend und Soziales, das die SPD bekommt. Für Stolz steht denn zunächst auch erst einmal die Strukturierung des Hauses wegen des neuen Zuschnitts an, wie sie im Gespräch mit der Ärzte Zeitung sagte.

Dazu mag Stolz das Studium an der Verwaltungshochschule Rotenburg an der Fulda dienlich sein, dass sie mit dem Abschluss Diplom-Rechtspflegerin beendete. Aber auch in Sachen Gesundheitspolitik wird sie erfahrene Unterstützung erhalten: Staatssekretärin in Stolz’ neuem Ministerium wird Sonja Optendrenk, die seit 2018 verschiedene Abteilungen im Bundesgesundheitsministerium geleitet hat. (bar)

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