Direkt zum Inhaltsbereich

COVID-19

Das empfiehlt das RKI bei Flugreisen während Corona

Wie sich Reisende auf Flugreisen verhalten sollten und was im Fall eines COVID-19-Verdachtsfalls zu tun ist – zu diesen Fragen hat das Robert Koch-Institut Empfehlungen herausgegeben.

Veröffentlicht:
Die Zahl der Flugreisenden nimmt seit vergangenem Monat wieder zu.

Die Zahl der Flugreisenden nimmt seit vergangenem Monat wieder zu.

© edojob / stock.adobe.com

Berlin. Nachdem der internationale Flugverkehr wegen der COVID-19-Pandemie im Frühjahr 2020 stark eingeschränkt war, nimmt die Zahl der Fluggäste seit Juni wieder zu. Das Robert Koch-Institut hat daher aktuelle Empfehlungen für Flugreisen herausgegeben (Epi Bull 29/2020). Hier die Empfehlungen:

Am Flughafen sollten die Abstandsregeln (auch bei Busfahrten auf dem Flughafengelände) beachtet und eine Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) getragen werden. Kinder unter 6 Jahren sind davon ausgenommen. Ein generelles Entry- oder Exit-Screening lehnt das RKI ab. Bei Meldung eines COVID-19-Verdachtsfalls durch den Piloten sollte eine Beurteilung an Bord beziehungsweise in einem geeigneten Raum im Flughafenbereich durch einen Arzt, eine Gesundheitsbehörde oder durch einen von einer Gesundheitsbehörde beauftragten medizinischen Dienst stattfinden.

Kriterien, die den Angaben des RKI zufolge einen Verdacht auf COVID-19 begründen, sind: Fieber, neu aufgetretener Husten, Geruchs- oder Geschmacksverlust und Atemnot. Bei begründetem Verdacht rät das RKI dann zu einer unmittelbaren Testung des Indexfalles und zu seiner Unterbringung, bis das Ergebnis vorliegt (idealerweise flughafennah).

Im Flugzeug gelten ebenfalls die Abstandsregeln. Generell sollte ein MNB getragen, wer dies aus medizinischen Gründen nicht könne, dürfe das Luftfahrzeug mit ärztlichem Attest nutzen. „Die MNB kann zum Essen und Trinken kurzzeitig abgenommen werden. Mahlzeiten sollen jedoch möglichst nicht simultan von Sitznachbarn eingenommen werden, die nicht aus einem gemeinsamen Haushalt stammen“, heißt es in den Empfehlungen.

Bei einem möglichen Indexfall sind in der Regel nur die direkten Sitznachbarn potenzielle Kontaktpersonen der Kategorie I. Bei diesen sei eine Weiterreise unter bestimmten Bedingungen möglich, etwa wenn eine Aussteigerkarte zur Dokumentation von Passagier- und Reisedaten ausgefüllt und die zuständige Gesundheitsbehörde informiert werden. (eb/bae)

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Mit Daten von 4,2 Millionen Menschen

US-Analyse: COVID-19 verdoppelt Risiko für chronische Rhinosinusitis

Berufsobergericht für Heilberufe Berlin

Urteil: Kein Maulkorb für Ärzte wegen Äußerungen zu COVID-Pandemie

Juli-Sitzung des CHMP

Acht Pharma-Innovationen auf der Zielgeraden zur EU-Zulassung

Das könnte Sie auch interessieren
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

© Iuliia Petrovskaia | iStock

Dermatophyten-Infektionen

Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Zeitaufwand pro Verabreichung von Natalizumab s.c. bzw. i.v.

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [9]

Familienplanung und Impfen bei Multipler Sklerose

Sondersituationen in der MS-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Biogen GmbH, München
Protest vor dem Bundestag: Die Aktionsgruppe „NichtGenesen“ positionierte im Juli auf dem Gelände vor dem Reichstagsgebäude Rollstühle und machte darauf aufmerksam, dass es in Deutschland über drei Millionen Menschen gebe, dievon einem Post-COVID-Syndrom oder Post-Vac betroffen sind.

© picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt

Symposium in Berlin

Post-COVID: Das Rätsel für Ärzte und Forscher

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung

Symposium der Paul-Martini-Stiftung

COVID-19 akut: Früher Therapiestart effektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Konzepte gegen Ärzte- und Nachfolgermangel

Mit dem Blockpraktikum Lust auf den Landarztberuf machen

Lesetipps
Die Sonne verschwindet hinter einer Mohnblüte in den dunklen Wolken

© Thomas Warnack/dpa

Aktuelle Daten

RKI: Fast 10.000 hitzebedingte Tote in diesem Jahr