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Baden-Württemberg

„Datennebel“ bei Einschulungsuntersuchungen im Ländle

Pandemiebedingt sind die Einschulungsuntersuchungen in den Gesundheitsämtern ausgesetzt und verschoben worden. Im Untersuchungsjahr 2020/21 gelang dies nur „im Rahmen der Möglichkeiten“.

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Stuttgart. Bei Einschulungsuntersuchungen (ESU) existiert in Baden-Württemberg ein großer Datennebel. Pandemiebedingt sind die ESU in den Gesundheitsämtern ausgesetzt und verschoben worden, heißt es in der Antwort des Sozialministeriums auf eine Anfrage der FDP-Fraktion im Landtag.

Im Untersuchungsjahr 2020/21 seien ESU nur „im Rahmen der Möglichkeiten“ vorgenommen worden. Dabei habe es in den Gesundheitsämtern aber kein einheitlich abgestimmtes Vorgehen gegeben.

Ein Qualitätszirkel beim Landesgesundheitsamt habe im Frühjahr 2020 Empfehlungen für eine Priorisierung der ESU gegeben. Danach sind Kinder vorrangig untersucht worden, wenn es beispielsweise keine Betreuung durch eine Kita gab oder Auffälligkeiten im Impfbuch oder bei U-Vorsorgen erkennbar waren.

Verzögerung bei der Datenerfassung

Voraussichtlich im Frühjahr 2022 würden dem Landesgesundheitsamt „bereinigte Datensätze“ für das Untersuchungsjahr 2020/21 vorliegen – aber auch hier könne es noch zu Verzögerungen bei der Datenerfassung und -übermittlung kommen. Selbst für Untersuchungen aus den Jahren 2019/20 liegen erst vorläufige Auswertungen aus 42 der 44 Stadt- und Landkreise vor. Demnach wurde bei rund zwei Drittel der Kinder eine ESU vorgenommen.

Erschwerend kommt hinzu, dass diese Ergebnisse nicht vergleichbar mit denen früherer Jahre sein dürften, weil durch die Priorisierung von Kindern keine Daten für ganze Jahrgangskohorten existieren, so das Ministerium. (fst)

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