Jobmotor Arztpraxis

Ein Arzt - vier weitere Mitarbeiter

Auch Arztpraxen sind Job-Motoren: Zu den fast 170.000 Ärzten und Psychotherapeuten kommen weitere knapp 680.000 nichtärztliche Mitarbeiter hinzu.

Von Helmut Laschet Veröffentlicht: 08.06.2016, 07:32 Uhr

Das zusätzliche Geld, das in die ambulante vertragsärztliche Versorgung geflossen ist, hat vor allem Beschäftigungswirkung entfaltet. Zwischen 2009 und 2013 ist der durchschnittliche Umsatz der Vertragsärzte und Psychotherapeuten pro Kopf nur geringfügig gestiegen: von 201.020 auf 205.359 Euro, ein Zuwachs von knapp 2,2 Prozent. Wesentlich stärker ist aber die Zahl der Ärzte und Psychotherapeuten gestiegen: von 153.895 auf 167.315. Das ist ein Zuwachs von 8,7 Prozent binnen vier Jahren.

Das darf jedoch nicht zu den Fehlschluss verleiten, dass in gleichem Ausmaß die Arbeitskapazitäten in der ambulanten Medizin gewachsen sind. Denn besonders stark ist die Zahl der Stellen gewachsen, in denen Ärzte und Psychotherapeuten in Teilzeit arbeiten: plus 16 Prozent auf nunmehr 20 773. Mehr als ein Drittel davon arbeitet lediglich zehn bis 20 Wochenstunden.

Auf jeden Arzt oder Psychotherapeuten entfallen durchschnittlich etwa vier weitere Mitarbeiter - überwiegend Frauen: 667.000 nichtärztliche Mitarbeiter verzeichnet aktuell die amtliche Statistik der Gesundheitsberufe allein für die ambulante ärztliche Versorgung. Davon haben 321.000 eine Qualifikation als Medizinische Fachangestellte.

Dieser Personalmarkt wird in Zukunft dynamisch wachsen: aufgrund des steigenden Versorgungsbedarfs einer alternden Gesellschaft, bei knapper werdenden ärztlichen Arbeitskapazitäten und steigenden qualifizierten Anforderungen an nicht ärztliche Berufe. Dabei darf eines nicht vergessen werden: Was hier verdient wird, fließt teilweise als Steuern und Sozialversicherungsbeiträge wieder an den Fiskus.

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