Auszeichnung

Hygieia-Medaille für Dr. Bärbel Christiansen

Die Rudolf Schülke Stiftung zeichnete in diesem Jahr Dr. Bärbel Christiansen aus, langjährige Leiterin des Instituts für Krankenhaus- und Umwelthygiene am UKSH.

Veröffentlicht:
Prof. Martin Exner (Vorstandsvorsitzender der Schülke Stiftung) und Preisträgerin Dr. Bärbel Christiansen.

Prof. Martin Exner (Vorstandsvorsitzender der Schülke Stiftung) und Preisträgerin Dr. Bärbel Christiansen.

© Rudolf Schülke Stiftung

Kiel. Dr. Bärbel Christiansen ist von der Rudolf Schülke Stiftung für ihr Lebenswerk auf dem Gebiet der Hygiene, insbesondere der Krankenhaushygiene und Desinfektion, mit der Hygieia-Medaille ausgezeichnet worden. Christiansen hatte bis 2023 das Institut für Krankenhaus- und Umwelthygiene bzw. dessen Vorgängereinrichtungen am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) geleitet.

Prof. Martin Exner, Vorsitzender der Rudolf-Schülke-Stiftung, nannte Christiansens Leitung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) in seiner Laudatio „eine wahre Meisterleistung.” Sie habe es verstanden, die Mitglieder bei der Erstellung hochkomplexer Empfehlungen zu motivieren.

Für Hygiene an beiden UKSH-Campi verantwortlich

Bis zu ihrem Ruhestand war Christiansen als Leiterin der Zentralen Einrichtung Interne Krankenhaushygiene mit ihrem Team für die Einhaltung und Weiterentwicklung der Hygienestandards an beiden Campi des UKSH zuständig. Zudem führte sie die Zentrale Einrichtung Medizinaluntersuchungsamt und Hygiene, die neben dem UKSH viele andere Krankenhäuser im Norden sowie öffentliche Stellen und private Auftraggeber betreut und berät.

Christiansen war über 13 Jahre Mitglied und langjährige Vorsitzende der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim RKI und seit 1988 im Vorstand des Verbundes für Angewandte Hygiene (VAH). Hier habe sie sich in der Desinfektionsmittelkommission um die Hygiene in der medizinischen Versorgung, um die Umwelthygiene sowie um die Förderung des Faches Hygiene und des fachärztlichen Nachwuchses in Deutschland in besonderer Weise verdient gemacht, hieß es in einer Mitteilung des UKSH.

Mit der Hygieia-Medaille zeichnet die Rudolf Schülke Stiftung alle zwei Jahre Personen aus, die ihr Lebenswerk der Hygiene und Mikrobiologie gewidmet haben und mit ihrer Arbeit entscheidend zu Entwicklungen in der Infektionsprävention und zur öffentlichen Gesundheit beitragen. (di)

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Verschiedene Gesichter

© Robert Kneschke / stock.adobe.com / generated with AI

Seltene Erkrankungen

GestaltMatcher – Per Gesichtsanalyse zur Orphan Disease-Diagnose

Künstliche Intelligenz gilt auch in der Medizin als Schlüsseltechnologie, mit deren Hilfe zum Beispiel onkologische Erkrankungen stärker personalisiert adressiert werden könnten.

© Kanisorn / stock.adobe.com

EFI-Jahresgutachten 2024 übergeben

KI: Harter Wettbewerb auch in der Medizin

Innovationsforum für privatärztliche Medizin

Tag der Privatmedizin 2023

Innovationsforum für privatärztliche Medizin

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Bessere Rahmenbedingungen für Praxen

Kabinett macht Weg für Lauterbachs Hausärzte-Gesetz frei

Aktuelle Forschung

Antikörper – die Verkuppler der Krebsmedizin

Lesetipps
Prof. Florian Wagenlehner, Urologe an der Justus-Liebig-Universität Gießen und Leitlinienautor der S3-Leitlinie zur unkomplizierten Harnwegsinfektion, gibt an, dass eine nichtantibiotische Therapie als Alternative zur antibiotischen Behandlung erwogen werden kann, da wie Studien gezeigt haben, bei ungefähr zwei Drittel der Patientinnen auf Antibiotika verzichtet werden könne.

© Dr_Microbe / stock.adobe.com

Blick in die überarbeitete Leitlinie

Auf Antibiotika verzichten? Was bei unkomplizierter Zystitis hilft