Bayern

Landärzte für Unterfranken gesucht

Das bayerische Landesgesundheitsministerium weitet ein Ausbildungs- und Stipendienprogramm für Landärzte aus.

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Würzburg. Das 2018 in Südbayern gestartete Ausbildungsprogramm „Beste Landpartie Allgemeinmedizin (BeLA)“ erhält einen Ableger in Unterfranken. In Kooperation mit der Julius-Maximilians-Universität Würzburg sollen junge Mediziner auf die Arbeit als Landarzt vorbereitet werden.

Bei BeLa arbeiten Lehrkrankenhäuser der beteiligten Regionen mit Hausarztpraxen zusammen. Die Medizinstudenten, die teilnehmen, lernen so gleich die Tätigkeit in den Praxen kennen und werden durch Mentoren betreut. Teil der Ausbildung sind auch Projektarbeit und Notdienstwochenenden in der Region. In Unterfranken beteiligen sich die beiden Modellregionen Main-Spessart und Haßfurt/Schweinfurt.

„Im Rahmen des Programms können Studierende ein monatliches Stipendium in Höhe von 600 Euro erhalten. Im Gegenzug verpflichten sie sich dazu, nach Abschluss des Studiums ihre Facharztweiterbildung für Allgemeinmedizin im Weiterbildungsverbund der Region zu absolvieren, in der die studentische Ausbildung erfolgt ist“, sagt Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml.

1,9 Millionen Euro gehen nach Unterfranken

Knapp acht Millionen Euro an Fördergeldern fließen laut Huml bayernweit in das Projekt, „BeLA – Unterfranken“ werde für vier Jahre mit 1,9 Millionen Euro unterstützt. Das Programm läuft mittlerweile an drei Standorten und in neun Modellregionen: Neben „Südbayern“ mit Dillingen, Mühldorf am Inn und Eichstätt/Kösching sowie „Unterfranken“ ist seit dem Sommersemester 2019 auch „BeLA Nord“ mit vier Modellregionen (Forchheim/Ebermannstadt, Kulmbach/Stadtsteinach, Weißenburg/Gunzenhausen und Schleßlitz/Burgebach) dabei.

Gerade in der Corona-Pandemie habe sich gezeigt, wie wichtig es ist, „dass wir überall in Bayern – in den Ballungsräumen und in den ländlich geprägten Regionen – eine ausreichende ambulante Versorgung mit Hausärztinnen und Hausärzten haben“, so Huml. Sechs von sieben COVID-Patienten hätten laut KBV und KV Bayerns ambulant versorgt werden können. (reh)

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