Kommentar zu Schulkrankenschwestern

Sinnvolles Erfolgsprojekt

Schulkrankenschwestern helfen in Brandenburg – sowohl den Schülern wie auch dem Rettungsdienst, der nicht wegen jedem Wehwehchen anrücken muss.

Von Benjamin LassiweBenjamin Lassiwe Veröffentlicht:
Sinnvolles Erfolgsprojekt

© Lassiwe

Wenn eine Mathearbeit ansteht, tut plötzlich der Bauch weh. Und das auch noch „ganz doll“. Also ab ins Schulsekretariat zur Krankschreibung. Woher soll eine Sekretärin schließlich wissen, ob man simuliert?

So oder so ähnlich läuft es häufiger an Deutschlands Schulen ab. Nur nicht dort, wo es in Brandenburg eine Schulkrankenschwester gibt. Das Vorhandensein einer Fachkraft, die über grundlegende medizinische Kenntnisse verfügt, hat sich in dem Land als Vorteil erwiesen: Die Erste Hilfe läuft im Fall des Falles schneller und qualifizierter ab – allein dass nicht bei jeder Schürfwunde oder Schnittverletzung gleich der Rettungswagen gerufen wird, zeigt, wie sinnvoll das Projekt ist.

Lesen sie auch

Natürlich: Die Aufgaben eines Arztes können Schulgesundheitsfachkräfte nicht übernehmen. Dafür sind sie auch gar nicht qualifiziert. Aber sie stärken das Bewusstsein für gesunde Ernährung und bemerken schneller als ein Deutsch- oder Mathelehrer, welche Schüler dabei sind, gesundheitliche Probleme zu entwickeln.

Das alles spricht dafür, das Pilotprojekt aus Brandenburg in den nächsten Jahren fortzusetzen – und zwar nicht nur in Brandenburg, sondern gern auch in anderen Bundesländern.

Schreiben Sie dem Autor: gp@springer.com

Mehr zum Thema

Brandenburg

KV-Chef Noack: „Wir wollen kein Rentnerclub werden“

Corona-Folgen

Long-COVID: Brandenburg will Reha-Land werden

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Impetigo bei einem fünf Jahre alten Kind.

© FotoHelin / stock.adobe.com

practica 2021

Bei Impetigo contagiosa ist Abstrich meist überflüssig

Impfausweis mit Comirnaty-Eintrag: Welcher ist immunogener – der Corona-Impfstoff von BioNTech oder der von Moderna?

© Bikej Barakus / stock.adobe.com

Corona-Studien-Splitter

Dritte Impfung mit Comirnaty® frischt Schutz zuverlässig auf

Gut ausgebildete Medizinische Fachangestellte werden immer häufiger aus den Praxen abgeworben, beklagt Virchowbund-Vorsitzender Dr. Dirk Heinrich. In der Corona-Pandemie habe sich gezeigt, wie systemrelevant MFA sind.

© Virchowbund

MFA häufig abgeworben

Virchowbund-Chef: „Ein Arzt alleine ist noch keine Praxis!“