Zahlen aus Rheinland-Pfalz

Techniker Kasse: Weniger Meldungen wegen vermuteter Behandlungsfehler in Rheinland-Pfalz

Versicherte der TK in Rheinland-Pfalz haben im Vorjahr deutlich seltener vermutete Behandlungsfehler gemeldet als im Vorpandemie-Jahr 2019. Rund jeder dritte Verdachtsfall bestätige sich, teilt die Kasse mit.

Veröffentlicht:

Mainz. Bei Versicherten der Techniker Kasse in Rheinland-Pfalz ist die Zahl der gemeldeten Behandlungsfehler im Vorjahr im Vergleich zu 2019 deutlich zurückgegangen. 258 Menschen hätten sich im vergangenen Jahr an die Kasse gewandt, weil sie einen Behandlungsfehler vermuteten. Das sind 57 weniger als im Jahr 2019. Bereits 2020 war nach Angaben der Landesvertretung ein Rückgang auf 278 Meldungen zu verzeichnen gewesen.

Die meisten Verdachtsfälle betrafen im Vorjahr den chirurgischen Bereich (66 Fälle), Allgemeinmedizin (47), Zahnmedizin (44) sowie die Gynäkologie (19).

Nach Angaben der TK bestätige sich etwa jeder dritte Verdachtsfall. „Wir raten jedem, sich bei seiner Krankenkasse zu melden, wenn er einen begründeten Verdacht hat, dass bei ihm bei einer Behandlung ein Fehler passiert ist“, sagt Jörn Simon, Leiter der TK-Landesvertretung.

Für die Betroffenen sei es oft schwierig zu beurteilen, ob es sich um einen schicksalhaften Verlauf handelt oder ob ein tatsächlicher Fehler vorliegt. Dabei ist der Beweis meist schwer zu erbringen und es ergäben sich langwierige Verfahren. Der TK-Landeschef sprach sich für eine schnellere Überprüfung der vermuteten Behandlungsfehler und für eine „gelebte Fehlerkultur“ aus. Hilfreich könnten aus seiner Sicht auch Mediationsverfahren sein. (eb)

Mehr zum Thema

Rheinland-Pfalz

Pflegeverband würdigt Einsatz Dreyers für Landespflegekammer

Landtag von Rheinland-Pfalz

Corona-Einschränkungen: Gesundheitsausschuss in Mainz hört Fachleute

Sonderberichte zum Thema

Übersicht

Eine Agenda für Seltene Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Shared Decision Making ist gerade bei der Diagnostik und Therapie seltener Erkrankungen ein wichtiges Versorgungsprinzip. (Symbolbild mit Fotomodellen)

© Pixel-Shot / stock.adobe.com

Seltene Erkrankungen

Was auch Patienten tun können

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)

Kampf dem Zervixkarzinom

Ärzte sind sich einig: eine Impfung schützt!

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vision Zero e.V.
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Herzinsuffizienz

Das hausärztliche ABC zur HFpEF

Lebererkrankungen

17 hepatotoxische Medikamente in Studie identifiziert

S3-Leitlinie

So hilft die neue Osteoporose-Leitlinie in der Praxis

Lesetipps
Ein Herz im 3-D-Modell

© PhotoArtBC / stock.adobe.com

Rechtssymposium des G-BA

Kritik an Lauterbachs Herzgesetz ebbt nicht ab

Prof. Dr. med. Jürgen Windeler, Arzt und Professor für Medizinische Biometrie und Klinische Epidemiologie, in der Redaktion der Ärzte Zeitung in Berlin.

© Marco Urban für die Ärzte Zeitung

Jürgen Windeler im Interview

„Das Gesundes-Herz-Gesetz ist völlig gaga!“