Unverhoffter Geldsegen

Uniklinik Leipzig stärkt nach anonymer Erbschaft die Krebsforschung

Ein anonymer Spender hat der Universitätsmedizin in Leipzig 400.000 Euro hinterlassen. Das Geld soll für Förderprogramme junger Wissenschaftler in der Onkologie verwendet werden.

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Leipzig. Die Universitätsmedizin Leipzig setzt eine anonyme Erbschaft von 400.000 Euro für die Krebsforschung ein. Die Mitglieder des Dekanats der Medizinischen Fakultät hätten beschlossen, das Geld für bestehende interne Förderprogramme junger Wissenschaftler zu verwenden, teilte die Universität am Freitag mit. „Die Krebsforschung gehört zu unseren wissenschaftlichen Schwerpunkten“, sagte der Dekan der Medizinischen Fakultät, Professor Ingo Bechmann.

Ein Förderprojekt beispielsweise, dass von der finanziellen Unterstützung profitieren soll, ist Clinician Scientist. Dabei würden Mediziner im klinischen Dienst mit einem wissenschaftlichen Profil durch eine Freistellung für Forschungstätigkeiten während der Facharztausbildung nachhaltig in ihrer Karriere gefördert, heißt es.

Promotionsförderungen sind geplant

„Dieses Programm bietet eine einzigartige Plattform, die Prozesse sowie Herausforderungen der Therapieentwicklung von Anfang an zu begleiten“, sagte Dr. Philipp Lückemeier, Arzt in Weiterbildung an der Klinik für Hämatologie, Zelltherapie, Hämostaseologie und Infektiologie. „Die Möglichkeit, von erfahrenen Forschern und Ärzten vor Ort zu lernen, sowie gleichzeitig eigene Ideen und Projekte zu entwickeln, ist für mich sehr inspirierend und motivierend.“ Lückemeier profitiere dank der Erbschaft für drei Jahre von der Clinician Scientist Förderung.

Künftig sollten weitere junge Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät mit dem Schwerpunkt Krebsforschung zum Beispiel in Form von Promotionsförderungen mit der anonymen Erbschaft unterstützt werden. (sve)

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