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Arzt hilft Landsleuten in Afghanistan

KÖLN (jgr). Als bei Beginn des Bürgerkriegs 1990 eine Flüchtlingswelle aus Afghanistan nach Pakistan rollte und dort große Auffanglager entstanden, saß Dr. Ziah Taufig in Köln vor dem Fernseher. Der niedergelassene Plastische Chirurg sah wie viele andere auch die Bilder des Flüchtlingselends und sagte sich: "Ich muß etwas tun."

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Seit 15 Jahren engagiert sich der aus Kabul stammende Arzt in Hilfsprojekten für Afghanistan. Mehrere Medikamenten- und Impfstoffsammlungen hat er bereits initiiert. Er fährt auch regelmäßig mit einem Team aus Ärzten in das Krisengebiet, um Menschen zu behandeln, die dort keine medizinische Versorgung bekommen.

Mit den Mitteln der rekonstruktiven Chirurgie, Hand- und Verbrennungschirurgie hilft er Bomben- und Minenopfern sowie Tumorpatienten. Dieses Jahr allerdings ist die für die Osterferien geplante zweiwöchige Hilfsmission in Gefahr. Der Chirurg findet kein Pflegepersonal, das bereit ist, mitzukommen.

Das Team aus zwei Plastischen Chirurgen, einem Kinderchirurgen und einem Anästhesisten benötigt nicht viele Hilfskräfte. Eine Anästhesie-Schwester und einen Pfleger sucht Taufig über Aushänge in Krankenhäusern. "Einige haben sich gemeldet, aber sie hatten nicht genug Erfahrung", erzählt er. Die Helfer für die bisherigen fünf Fahrten nach Afghanistan und Pakistan fand er durch Anfragen bei Pflegern und Schwestern in seinem Umfeld.

Die Angst vor einer Reise in das von Anschlägen heimgesuchte Land kann Taufig zwar verstehen. Bisher sei das Team jedoch immer unbehelligt geblieben. Die mögliche Gefahr nimmt er mit Gelassenheit zur Kenntnis: "Hier und da passiert etwas, aber es ist statistisch gesehen nicht gefährlicher als in Sao Paulo."

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