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Botschaft appelliert an Deutsche, Ostjapan zu verlassen

Der Botschafter Deutschlands in Tokio fordert Landsleute in der Krisenregion rund um Fukushima sowie in weiteren angrenzenden Präfekturen auf, sich nach Westjapan zu begeben. Auch die Botschaft zieht nach Osaka um.

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TOKIO / OSAKA (maw). Angesichts der weiter drohenden Eskalation im havarierten Atomkraftwerk in Fukushima hat die Deutsche Botschaft die noch verbliebenen Deutschen in Ostjapan aufgefordert, die Region zu verlassen und in andere Landesteile zu gehen oder ganz auszureisen.

In einem Brief an die Deutschen in Japan appellierte am Donnerstag der deutsche Botschafter in Japan, Dr. Volker Stanzel, im Interesse der persönlichen Sicherheit "dieses Gebiet in Richtung Westjapan zu verlassen, bis die Störung in dem Kraftwerk Fukushima I beseitigt ist".

Nach Abstimmung mit dem Krisenstab des Auswärtigen Amtes hat die Botschaft die potenzielle Gefahrenzone für Deutsche in Japan großzügig erweitert.

So rät sie nicht nur allen Deutschen in der unmittelbar betroffenen Region rund um Fukushima sowie im Großraum Tokio/Yokohama, den aktuellen Aufenthaltsort zu verlassen. Die Aufforderung richtet sich auch an Deutsche in den Präfekturen Shizuoka, Yamanashi, Nagano und Niigata sowie in allen Landesteilen östlich davon bis einschließlich Hokkaido.

Die Botschaft habe zwei Beraterteams für Betroffene eingerichtet, die nach Westjapan gehen wollen. Diese stünden am Bahnhof Shin-Osaka sowie am Kansai International Airport zur Verfügung. Die Botschaft selbst habe angesichts der Gefahrensituation ebenfalls beschlossen, die Räumlichkeiten in Tokio zu verlassen und vom Generalkonsulat in Osaka aus zu agieren.

Auf der Website der Botschaft (www.tokyo.diplo.de) werden weiterhin aktuelle Informationen zur Entwicklung in Fukushima gemeldet sowie wesentliche Verkehrshinweise gegeben. Die Botschaft bittet zudem die Deutschen, die Ostjapan bereits verlassen haben, um eine kurze Nachricht.

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