Beschluss

Bundeskabinett verabschiedet Anti-Doping-Gesetz

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BERLIN. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den Entwurf des Anti-Doping-Gesetzes beschlossen. In den kommenden Monaten wird es im Bundestag beraten. Eine Verabschiedung durch das Parlament ist noch für dieses Jahr vorgesehen.

Ziel des Gesetzes ist, Doping im Sport effektiver zu bekämpfen. Es bündelt die bisherigen Rechtsvorschriften zur Dopingbekämpfung, beinhaltet aber auch wesentliche Neuerungen.

Dazu gehören das Verbot des Selbstdopings und die Einführung der Strafbarkeit von Erwerb und Besitz von leistungssteigernden Mitteln auch bei geringen Mengen.

"Ich bin froh, dass uns jetzt ein Durchbruch gelungen ist", erklärte Bundesjustizminister Heiko Maas. (dpa)

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Kommentare
Dr. Horst Grünwoldt 26.03.201513:26 Uhr

Anti-Doping-Gesetz

Der politisch zusammengeschusterte Gesetzes-Entwurf des strafbewehrten sog. "Anti-Doping"-Regelwerkes trifft nach m.E. im Kern die Falschen - nämlich die durch Doper verführten Opfer des Medikamenten-Mißbrauchs, die Athleten!
Das dürfte a la longe dazu führen, daß der Hochleistungs-Sport in Deutschland sich selbst abschafft (Sarazin läßt die Anti-Doping-Kämpfer grüßen); u.a. wegen der anhaltenden Verdächtigungen und der unwürdigen Kontrollen.
Noch schlimmer dürfte die leistungshemmende Angst der Berufssportler untereinander sein, Opfer eines "Doping-Anschlags" durch einen Wettkampfgegner zu werden. Diese Sorge hat ja kürzlich sogar unser Diskus-Ass Robert Harting geäußert!
Die grundgesetzlichen Bedenken werden hoffentlich das politisch initiierte juristische Machwerk "Anti-Doping-Gesetz" (Entwurf) kippen.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock

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