Statistik

Der Berg ruft – auswanderungswillige Ärzte lockt vor allem die Schweiz

Schlechtes Wetter? Miese Bezahlung? Über die Gründe, warum Mediziner Deutschland verlassen, lässt sich spekulieren. Etliche kehren auch nur in ihre Heimat zurück. 2023 sagten 2.187 Kollegen für zunächst „immer“ Adieu.

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Kann landschaftlich überzeugen: Die Schweiz.

Kann landschaftlich überzeugen: Die Schweiz.

© Lucyna Koch / iStock

Berlin. Wohin zieht es deutschstämmige Ärztinnen und Ärzte, wenn sie ihrer Heimat dauerhaft den Rücken kehren? Nach jüngsten Zahlen, die die Bundesregierung am Montag auf eine Anfrage der AfD-Fraktion hin veröffentlichte, nach wie vor als erstes in die Schweiz.

Von den zuletzt (2023) 1.314 approbierten Medizinern mit deutschem Pass wanderte fast die Hälfte (622) in die Alpenrepublik aus. An zweiter Stelle der begehrtesten Zielländer liegt das benachbarte Österreich (248 ärztliche Auswanderer in 2023), auf dem 3. Platz die USA (62 Auswanderer). Diese Reihenfolge war den Regierungsangaben zufolge genauso in den Vorjahren (2017 bis 2022) zu beobachten.

Auf Vorjahresniveau

Hinsichtlich der absoluten Zahlen bedeuten die jüngsten keine Ausreißer: Auch in den Vorjahren verließen regelmäßig um die 1.000 deutschstämmige Ärztinnen und Ärzte ihr Herkunftsland. Zugleich verließen regelmäßig auch um die 800 Ärzte nichtdeutscher Staatsangehörigkeit die Bundesrepublik (2023: 873). Insgesamt waren vergangenes Jahr rund 64.000 ausländische Ärzte in Deutschland registriert, davon rund 57.000 ärztlich tätig.

„Ob es sich bei der Abwanderung um eine Rückkehr handelt, wird statistisch nicht erfasst“, heißt es weiter. Auch zur Differenz zwischen Zuzügen nach Deutschland und Fortzügen ins Ausland („Wanderungssaldo“) liegen der Bundesregierung keine Daten vor. (cw)

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