Weltweit

Dicke Luft und dreckiges Wasser

Nicht nur in Peking herrscht regelmäßig Smog-Alarm; auch andernorts kämpfen Menschen mit den Folgen der Umweltverschmutzung.

Veröffentlicht: 14.12.2015, 05:11 Uhr
Dicke Luft und dreckiges Wasser

Dicke Luft vom Verkehr.

© Sergiy Serdyuk / fotolia.com

BERLIN. Die Pekinger können vorerst aufatmen: Die Smog-Alarmstufe "Rot" ist beendet. Doch zu Smog führende Umweltverschmutzung ist weltweit ein Dauerproblem.

Von den 20 Städten mit der schlechtesten Luft weltweit liegen 13 in Indien. Neu Delhi führt die Smog-Liste der Weltgesundheitsorganisation an, mit einem dreimal höheren Wert als Peking. Jedes Jahr sterben in Indien auch Millionen Menschen durch verseuchtes Wasser und fehlende Toiletten.

In Nordböhmen (Tschechien) und dem mährisch-schlesischen Industrierevier werden die Grenzwerte für Schadstoffe jeden Winter um ein Vielfaches überschritten.

In einigen Stadtteilen der Stahl- und Kohlemetropole Ostrava (Ostrau) ist Untersuchungen zufolge jedes dritte Kind im Vorschulalter an Asthma erkrankt. Landesweit heizen viele Hausbesitzer noch mit Braunkohle und sorgen so für einen beißenden Schwefelgeruch.

Auch die ägyptische Hauptstadt Kairo steht immer wieder unter dem Einfluss von massivem Smog. Bei bestimmten Wetterlagen legt sich vor allem im Herbst und Winter eine blaugraue Glocke über die Stadt. Die Folge bei vielen Menschen: Husten und juckende Augen.

Die Hauptstadt von Bosnien-Herzegowina, Sarajevo, erstickt in diesen Tagen wieder im Smog. Doch die Behörden können sich nicht dazu durchringen, den Verkehr einzuschränken. Die Lage der Stadt im Tal und das Heizen mit minderwertiger, billiger Kohle sind weitere Ursachen.

Der Boom des Bergbaus in Südamerika hat wiederholt zu Umweltkatastrophen geführt. Unzureichende Regelungen und Kontrollmaßnahmen haben Verschüttungen und Wasserverschmutzungen in Kolumbien, Peru und Chile verursacht.

In Brasilien hat zuletzt eine enorme Schlammmasse aus dem Rückhaltebecken mit Abfällen eines Eisenerzbergwerks eine Ortschaft völlig verschüttet und über knapp 800 Kilometer den Lauf des Rio Doce verschmutzt. (dpa)

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