In eigener Sache

Die Crux mit der Selbstrekrutierung

Denis NößlerVon Denis Nößler Veröffentlicht:

Liebe Leserin,
lieber Leser!

Mit der 13 und den Freitagen ist es so eine Sache: Fällt beides aufeinander, droht Unglück, sagt ein Aberglaube. Am Freitag, den 13. Mai traf es unsere Frage der Woche. Da fragten wir Sie, welche Schulnote Sie Professor Karl Lauterbach für seine ersten Monate im Amt des Bundesgesundheitsministers geben würden. Dem Wunsch nach einem breiten Stimmungsbild folgte: ein breites, aber verzerrtes Stimmungsbild.

Denn der Link zur Frage der Woche wurde in Foren geteilt, in denen sich, um es milde auszudrücken, vor allem Kritiker der Corona-Maßnahmen tummeln. Dort wurde zur schlechtesten Note aufgerufen – und fatalerweise war das möglich, da wir bislang die Frage der Woche vor Login hatten.

Bis dato war das kein Problem, über das Wochenende vom 14. und 15. Mai aber wurden wir überrannt von Menschen, die überwiegend wohl keine Fachkreise sind. Und die Minister Lauterbach mit einer glatten sechs offenbar einmal eins „auswischen“ wollten.

Die Durchschnittsnote von 4,8 ist deswegen unbrauchbar, weil sie durch diese Selbstrekrutierung einem erheblichen Bias unterliegt. Immerhin: 20 Prozent bewerten seine Arbeit mit sehr gut oder gut, insgesamt 28 Prozent bis einschließlich mit Note 3. Aber auch das ist verzerrt. Das bitten wir vielmals zur entschuldigen. Künftig werden wir die Frage der Woche nur mehr hinter Login für Fachleute aus dem Gesundheitswesen anbieten.

Ihr Denis Nößler
Chefredakteur

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