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Glosse

Die Duftmarke: Glück gehabt

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Angesichts globaler Krisen und heimischer Miesepetrigkeit kaum zu glauben, aber wahr: Die Deutschen sind wieder glücklicher – zumindest etwas. Das attestiert uns der „World Happiness Report“.

Ein Team der Universität Oxford hat sein alljährliches Zahlenwerk zum Weltglückstag am 20. März vorgelegt, das uns vor lauter Freude Tränen in die Augen treibt: Deutschland hat sich im Länderranking um zwei Plätze auf Rang 22 vorgearbeitet und die USA überholt, die mit dem 24. Platz so schlecht wie noch nie abschneiden. Völlig unklar, warum jenseits des Atlantiks so schlechte Stimmung herrscht.

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Die Forschenden testen das Glücklichsein übrigens auch mit dieser Frage: Wie stark können die Menschen darauf setzen, dass andere ihre verlorene Geldbörse zurückgeben? Je größer das Vertrauen, desto glücklicher soll man sein. Angeblich sehen die Werte bei diesem Gedanken-Experiment für uns gar nicht so schlecht aus.

Wirklich? Im Gesundheitswesen können sie nicht nachgeforscht haben! Deutschland ist bei seinen Ausgaben international zwar top, die Forderung nach dem einen oder anderen Zusatz-Milliönchen für die eigene Fach- oder Interessensgruppe aber trotzdem immer drin. Und seine Geldbörse will schon gleich niemand verlieren, denn da würde nichts zurückkommen. Sobald es darum geht, ein paar Taler aus dem eigenen Budget abzugeben, hört die Fröhlichkeit ganz schnell auf und die Politik erntet traurige Blicke. In dieser Kategorie ist Deutschland traditionell spitze. Glück gehabt!

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