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Die Duftmarke: Influencer

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Fragt man kleine Kinder, was sie später einmal werden wollen, sind die Antworten zumeist herrlich einfach: Baggerfahrer, Sängerin, Ärztin oder vielleicht noch Sheriff. Inzwischen ist auf die Liste der Traumjobs ein neuer dazugekommen: Laut einer Befragung unter Amerikanern zwischen 16 und 25 streben 57 Prozent eine Karriere als Influencer an.

Logisch, die Arbeitsbedingungen klingen traumhaft: Kein Praxis-Stress, viel Glamour und allerlei tolle Produkte, die einem kostenlos ins Haus flattern. Aber gleich 57 Prozent, hallo?? Das ist nach Adam Riese JEDER ZWEITE junge Amerikaner, also bestimmt über 25 Millionen. Da wird es selbst im schier unendlichen World Wide Web ganz schön voll.

Was die Studie leider nicht verrät: Welchen Berufswunsch haben eigentlich die anderen 43 Prozent? Wollen sie vielleicht als Ärzte oder Pflegekräfte arbeiten? Wobei, viel Zeit darüber nachzudenken, werden sie nicht haben. Irgendjemand muss ja schließlich den zig Millionen Tiktokern und Instagrammern die nötige Aufmerksamkeit schenken.

Mit ein bisschen Glück werden sie dabei auch entsprechend be-incfluenct: Müll entsorgen, Autos abschleppen, Heizung reparieren? Dafür findet sich unter den Internet-Sternchen mit Sicherheit jemand, der zeigt, wie das geht. Auch die Versorgung kranker Patienten erfordert auf diese Weise kein langwieriges Medizinstudium mehr. Fragen wir doch einfach YouTube. Die Chance ist groß, dass eines unserer Kinder antwortet.

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