EDV hilft, Defizite in der Versorgung auszugleichen

HAMBURG (di). Für ein selbstentwickeltes Tool zur Ernährungsoptimierung (TEO) hat die Stiftung Saarbrücker Altenwohnstift den mit 10 000 Euro dotierten City BKK Gesundheitspreis 2006 gewonnen. Eine hausärztliche Gemeinschaftspraxis kam mit einem Konzept zur schnellen Erfassung medizinischer Daten in die Endrunde.

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Die Jury ließ sich beim Konzept aus Saarbrücken von der einfachen Anwendung und Effektivität im Pflegealltag überzeugen. Pflegemitarbeiter dokumentieren zunächst per EDV den Ernährungsstatus der Patienten sowie Probleme, Maßnahmen und Verläufe. Das Tool erfaßt den Ernährungszustand, berechnet daraus Gesamtkalorien- und Flüssigkeitsbedarf und leitet Handlungsanweisungen und Maßnahmen für Kost und Getränke an die Küche ab.

Die Rückmeldung kann etwa zur Zusammenstellung spezieller Kost, zu Diäten oder zu notwendigen Zwischenmahlzeiten führen. TEO erlaubt auch den Vergleich individueller Verläufe, kann enterale Ernährung verhindern und wird nach Ansicht der Jury die Lebensqualität der Heimbewohner verbessern.

In die Endrunde aus sechs von insgesamt 23 Konzepten schaffte es eine Idee des Allgemeinmediziners Dr. Hubertus Steinkuhl aus Menden. Für seine hausärztliche Gemeinschaftspraxis entwickelte er ein Konzept zu Erfassung und Strukturierung medizinischer Daten.

Nach der einmaligen Erstellung einer Maske können Arzt oder Mitarbeiterin die Daten etwa zu Anamnese, Vorerkrankungen, bisheriger Diagnostik sowie Befunde und Therapien in weniger als 90 Sekunden erfassen. Die Jury lobte das Konzept, weil es nach ihrer Ansicht auch für alle weiterbehandelnden Leistungserbringer Transparenz schafft und Doppeluntersuchungen vermeidet.

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