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Zur Person

Ein Mann, der sich nicht blenden lässt

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Dieser Mann ist so vielseitig und so direkt in seiner Art, dass es schwer ist, nicht von ihm eingeschüchtert oder zumindest beeindruckt zu sein. Professor Werner Franke, der am Sonntag 70 Jahre alt geworden ist, ist nicht nur einer der meistzitierten Zellbiologen der Welt, Träger des Meyenburg-, des Deutschen Krebs- und des Ernst-Jung-Preises. Er war auch ein guter Mittelstreckenläufer und Leichtathletiktrainer, schrieb Texte für den Kabarettisten Wolfgang Neuss sowie fürs Fernsehen und stand selbst auf der Bühne.

Darüber hinaus ist er jenseits des Wissenschafts- und Medizinbetriebs einer großen Öffentlichkeit als Dopingexperte bekannt. Einst gefeierte Sportidole wie Jan Ullrich und Claudia Pechstein werden sicher nicht zu den Geburtstagsgratulanten gehören. Für Franke zählen ausschließlich wissenschaftliche Erkenntnisse, von Sportheldenverehrung lässt er sich nicht blenden. Das gefällt harmoniesüchtigen Menschen nicht immer.

"Ich kann mich doch nicht in den Garten stellen und den Krokussen beim Wachsen zusehen", antwortete Franke kürzlich der "Stuttgarter Zeitung" auf die Frage, ob er nicht ans Aufhören denke. Aber dazu will und kann ihn auch gar niemand zwingen.

Christiane Badenberg

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