Gesundheitspreis wird zum 19. Mal verliehen

Felix Burda Award 2024: Sechs Initiativen gegen Darmkrebs nominiert

Die Felix Burda Stiftung ehrt mit ihren Awards herausragende Initiativen der Darmkrebsprävention. Verliehen wird der Preis in zwei Kategorien: „Engagement des Jahres“ sowie „Medizin und Wissenschaft“.

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Dieses Jahr wird es für die Awards wieder eine Live-Gala in Berlin geben.

Dieses Jahr wird es für die Awards wieder eine Live-Gala in Berlin geben.

© Felix Burda Stiftung

München. Am 21. April ist es wieder so weit, die Felix Burda Awards werden verliehen, zum 19. Mal und nach vier Jahren Pause des Live-Events endlich wieder im Rahmen einer großen Gala in Berlin.

Die Awards werden in zwei Kategorien vergeben: „Engagement des Jahres“ – dahinter verbergen sich außergewöhnliche Aufklärungskampagnen – und „Medizin und Wissenschaft“. Laut der Felix Burda Stiftung haben sich 29 Projekte aus Deutschland und Österreich beworben. Die unabhängige Jury habe sechs von ihnen auf die Shortlist zum Felix Burda Award 2024 gesetzt. Der jeweilige Preisträger werde erst im Rahmen der Verleihungs-Gala im Hotel Adlon in Berlin verkündet.

Nach der letzten Verleihungs-Gala in 2019 fiel der Felix Burda Award in 2020 wegen der Corona-Pandemie aus, im Folgejahr fand die Gala virtuell statt. In 2022 erkrankte dann leider Stiftungs-Initiatorin Dr. Christa Maar. An einen Felix Burda Award, der positiv, fröhlich und motivierend auf die Chancen der Darmkrebsvorsorge blicken sollte, sei daher 2022 und auch in 2023 nicht zu denken gewesen, so die Stiftung.

Dieses Jahr aber soll wieder gefeiert werden, mit insgesamt 260 Gästen aus Politik, Gesundheitswesen, Wirtschaft, Medien und Showbusiness. Und es dürfte spannend werden.

In der Kategorie „Engagement des Jahres“ sind nominiert:

Die „Awareness Kampagne #SpiegelDich“ der Pierre Fabre Pharma GmbH

Mit der Kampagne wurde auf das Thema Darmkrebs und die Möglichkeiten der Darmkrebsvorsorge in der breiten Bevölkerung aufmerksam gemacht. Neben Social Media-Aktionen organisierte Pierre Fabre für eigene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zudem Monday-Talks. Dabei standen im Darmkrebsmonat März allen Mitarbeitern Experten virtuell für Fragen zur Verfügung.

Willkommen Darmstadt - Eine Sondersendung der ORF Latenight Talkshow „Willkommen Österreich“

Auf humorvolle und gleichzeitig seriöse Art, vermittelten die Moderatoren Christoph Grissemann und Dirk Stermann, dass die Darmspiegelung eine wirksame Vorsorgeuntersuchung gegen Darmkrebs ist. Anstatt Gags, wurden Facts präsentiert und das gesamte „Willkommen Österreich“-Ensemble trug auf seine eigene Art dazu bei, dem Thema Darmkrebsprävention Leichtigkeit einzuhauchen.

„GardeVital der Prinzen-Garde“

Unter dem Label „GardeVital“ stellt die Prinzen-Garde Köln die Gesundheit der Kameraden, Gäste und Freunde in den Mittelpunkt und richtete in der Session 2021/2022 den Blick auf die Darmkrebsvorsorge.

In der Kategorie „Medizin und Wissenschaft“ sind nominiert:

Implementierung von Maßnahmen zur verbesserten Diagnostik und risikoadaptierten Prävention von Lynchpatientinnen mit Endometriumkarzinom und deren Angehörigen

Prof. Dr. Kerstin Rhiem (Universitätsklinikum Köln), Prof. Dr. Rita K. Schmutzler (Universitätsklinikum Köln), Prof. Dr. Günter Emons (Universitätsfrauenklinik Göttingen)

Ziel der Projektgruppe war die effiziente, strukturierte und standardisierte Identifizierung von Frauen mit erblich bedingtem Endometriumkarzinom und darauf basierend die Implementierung einer risiko-adaptierten Vorsorge für Lynchpatientinnen und deren Angehörige. Die Projektgruppe hat ein vereinfachtes Vorgehen in die S3-Leitlinie Endometriumkarzinom eingebracht, so dass die genetische Abklärung als Teil der Routinediagnostik zur klinischen Empfehlung wurde.

Das Immunsystem als Schüssel zur Darmkrebs-Prävention bei Hochrisiko-Personen

Dr. Aysel Ahadova (Universitätsklinikum Heidelberg), PD Dr. Matthias Kloor (Universitätsklinikum Heidelberg), Dr. Robert Hüneburg (Universitätsklinikum Bonn), Prof. Dr. Magnus von Knebel Doeberitz (Universitätsklinikum Heidelberg)

Die Arbeitsgruppe befasst sich mit der Immunbiologie des Lynch-Syndroms, der häufigsten erblichen Form von Darmkrebs. Für Ihre Vorarbeiten zu einer präventiven Impfung wurde die Arbeitsgruppe bereits 2015 mit dem Felix Burda Award ausgezeichnete. Ziel der Arbeitsgruppe ist es die Hochrisiko-Personen für Darmkrebs zu identifizieren, ihr persönliches Risiko präziser einzuschätzen und durch eine präventive Impfung die Entstehung von Darmkrebs bei Lynch-Anlageträgern zu verhindern.

Novel Strategies for Optimized Colorectal Cancer Screening in Germany

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) Heidelberg: Thomas Heisser, Prof. Dr. Michael Hoffmeister, Prof. Dr. Hermann Brenner

Bislang gab es keine belastbaren Daten, um unterschiedliche Screening-Strategien zu vergleichen und herauszufinden, welcher Ansatz der effektivste ist. Um diese Evidenzlücke zu schließen, haben die Epidemiologen vom Deutschen Krebsforschungszentrum, anhand eines validierten Simulationsmodells (COSIMO) Langzeiteffekte des aktuellen Screening-Programms mit möglichen Alternativen verglichen. (eb)

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