Mit 97 Jahren

Hamburger Rechtsmediziner Professor Werner Janssen ist tot

Mit Todesursachenermittlungen etwa bei Uwe Barschel oder Ulrike Meinhof wurde er bundesweit bekannt. Jetzt ist der Rechtsmediziner Professor Werner Janssen gestorben.

Veröffentlicht:
Werner Janssen

Werner Janssen am 26. März 1985 auf einer Pressekonferenz zur Obduktion der Leiche von Uwe Barschel.

© Peter Wüst / rtn / picture alliance

Hamburg. Der Rechtsmediziner und Pathologe Professor Werner Janssen aus Hamburg ist tot. Er sei am 1. Oktober plötzlich gestorben, hieß es von seinem direkten Nachfolger, dem im letzten Jahr in den Ruhestand gegangenen Kollegen Professor Klaus Püschel am Samstag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Janssen, 1924 in Mühlheim an der Ruhr geboren, leitete von 1968 bis zu seiner Emeritierung 1991 das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Er war zudem Mitglied der Wissenschaftsakademie Leopoldina.

Janssen untersuchte in der Vergangenheit unter anderem die Todesursache des früheren Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein Uwe Barschel, sowie die der RAF-Terroristin Ulrike Meinhof im Auftrag ihrer Familie. Der Rechtsmediziner wurde 97 Jahre alt.

In einer Traueranzeige in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ drückten Püschel sowie die Rechtsmedizin-Professoren Bernd Brinkmann und Manfred Kleiber ihr Beileid aus: „Deine Schüler werden Dich in dankbarer Erinnerung halten“, hieß es. (dpa)

Mehr zum Thema

Corona-Studien-Splitter

Dritte Corona-Impfdosis essenziell gegen Omikron

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Tendenz weiter nach oben: Mit bis zu 400.000 Infektionen durch Omikron pro Tag rechnen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und RKI-Präsident Lothar Wieler (l.).

© Wolfgang Kumm / dpa

Neue Testverordnung

PCR-Tests: Details zur Priorisierung kommen nächste Woche

Für Frauen gelten andere Impfregeln als für Männer, etwa beim Schutz gegen sexuell übertragbare Krankheiten. (Symbolbild mit Fotomodellen)

© Djomas / stock.adobe.com

Neue STIKO-Empfehlungen

Welchen Impfschutz junge Frauen brauchen

Erst lokale Modellprojekte zur Grippeimpfung, jetzt bundesweit mit COVID-Vakzinen am Start: Die Apotheker haben erfolgreich einen Fuß in die ambulante Versorgung gesetzt.

© David Inderlied/picture alliance

Impfkampagne

Apotheker ready für die Corona-Impfung to go