Flüchtlinge in Südeuropa

Helfer warnen vor humanitärer Notlage

In Südeuropa bringt das extreme Winterwetter das Elend in der Flüchtlingsversorgung zutage. Hilfsorganisationen sehen eine drohende humanitäre Notlage in Griechenland und den Balkanstaaten.

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BERLIN. In Griechenland und den Balkanstaaten droht nach Einschätzung von Hilfsorganisationen eine humanitäre Notlage bei der Versorgung Tausender Flüchtlinge. "Der Wintereinbruch erschwert die Lage für die Menschen und ist teils lebensbedrohlich, insbesondere wenn Unterkünfte nicht ausreichend befestigt sind", sagte Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin Diakonie Katastrophenhilfe, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Die EU müsse dafür sorgen, "diese Menschen in der jetzigen Situation menschenwürdig zu versorgen und sie nicht allein zu lassen", fügte sie hinzu. Auch die Caritas warnt vor einer dramatischen Zuspitzung der Lage, etwa in Serbien.

Unter Berufung auf das Bundesinnenministerium meldet das RND, die griechische Regierung habe Hilfsangebote aus Deutschland wiederholt abgelehnt.

Bitter sind die Zustände aktuell vor allem auf Inseln mit vielen Flüchtlingen – wie etwa Lesbos. Nach tagelangen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt drohen nun Überschwemmungen aufgrund der Schneeschmelze, vielerorts leben die Flüchtlinge im Matsch.

Zuletzt harrten etwa 1000 der 6000 auf Lesbos gestrandeten Migranten und Flüchtlinge seit Tagen in Zelten aus. "Die Lage der Menschen, die auf den griechischen Inseln in Zelten leben, ist besonders besorgniserregend", kritisiert Ärzte ohne Grenzen. "Die Überfüllung und die fehlenden Wintervorbereitungen stellen große Gesundheits- und Sicherheitsrisiken dar." (dpa/jk)

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