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„Sie haben mir das Leben gerettet“

Italienischer Corona-Patient bedankt sich bei Ministerpräsident Kretschmer

76 Tage lag Felice Perani aus Bergamo im Kampf gegen COVID-19 auf einer Leipziger Intensivstation.

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Felice Perani (r.) mit Michael Kretschmer in Rom.

Felice Perani (r.) mit Michael Kretschmer in Rom.

© P. Sosnowski/dpa

Rom. Eineinhalb Jahre nach seiner Behandlung in Leipzig hat sich der italienische Corona-Intensivpatient Felice Perani bei einem emotionalen Treffen mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) für die Hilfe in Deutschland bedankt. „Sie haben mir das Leben gerettet“, sagte er bei einem Empfang der deutschen Botschaft am Montagabend in Rom mit Tränen in den Augen an die Ärzte in Sachsen gerichtet. Er überreichte Kretschmer eine Nachbildung des Turiner Grabtuches. Der CDU-Politiker sagte bewegt, die Hilfe sei selbstverständlich gewesen.

Sachsen hatte Perani im Frühjahr 2020 als ersten Patienten aus Bergamo einfliegen lassen, weil die dortigen Krankenhäuser voll waren. Dramatische Bilder von Patienten in italienischen Kliniken und Militärfahrzeugen, die Särge aus der Stadt fuhren, waren in der ersten Corona-Welle um die Welt gegangen.

Perani leidet immer noch an Spätfolgen

Am Ende lag Perani 76 Tage auf der Intensivstation. „Ich bin in Leipzig behandelt worden wie ein Sohn oder ein Bruder“, erinnerte sich der Lehrer, der noch heute an den Spätfolgen der Infektion wie Schilddrüsenproblemen und Diabetes leide. Sachsen aber verdanke er sein Leben. Insgesamt nahm Deutschland in jener Zeit 44 Patienten aus dem Ausland auf. „Ich sage immer, ihr habt nicht 44 Leute gerettet, sondern 88, weil durch eure Hilfe 44 Betten in Italien für andere Patienten frei geworden sind“, sagte Perani.

„Wir sind sehr dankbar für diese gelebte europäische Solidarität!“, schrieb Kretschmer bei Twitter. Er rief alle Bürger seines Bundeslandes auf, sich impfen zu lassen. Derzeit ist Sachsen bundesweit Schlusslicht bei der Impfquote. Von Felice Perani wurde Kretschmer dann noch nach Bergamo eingeladen – er nahm die Einladung prompt an. (dpa)

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