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Kiefer "twittert"

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EBERSWALDE. Der deutsche Wald geht online: Als bundesweit erster Baum "twittert" nach Angaben von Forschern bald eine Kiefer aus der brandenburgischen Schorfheide über ihren Gesundheitszustand.

In Echtzeit fließen Daten des Baumes, zum Beispiel über Wasserfluss und Verdunstung, ins Internet, wie das Thünen-Institut für Waldökosysteme in Eberswalde mitteilte. Das Vorhaben wird Mitte April offiziell vorgestellt.

Die Experten beteiligen sich am europäischen Projekt "TwitteringTrees". Bäume wurden dafür mit Messfühlern und Sensoren ausgestattet, die ihre Vitalwerte per Computer und WLAN-Verbindung direkt ins Internet übertragen, wie Institutsleiter Andreas Bolte erläuterte. "Es funktioniert wie eine Art Fitnesstracker beim Menschen, nur dass unser System pro Baum 10.000 Euro kostet."

In Europa sind den Angaben zufolge bislang sechs Bäume in Belgien und einer in den Niederlanden mit solchen Systemen ausgerüstet. Die Kiefer in der Schorfheide ist der erste Baum in Deutschland, der seine Gesundheitswerte ins Netz sendet. Die Aktion liefert Wissenschaftlern neue Erkenntnisse, wie Bäume und Wälder auf zunehmende Hitze und Trockenheit reagieren. (dpa)

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