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Kliniken vor Engpässen, Helfer im Dauereinsatz

SENDAI/YOKOHAMA (maw). In einigen Krankenhäusern der vom Erdbeben besonders betroffenen Stadt Sendai werden momentan keine Patienten mit leichten Verletzungen aufgenommen. Das hat die Verwaltung von Sendai auf ihrer Website mitgeteilt.

Dialysepatienten fänden derzeit nur in einer einzigen Klinik, der Sendai Shakaihoken Klinik, eine Anlaufstelle. Patienten werden gebeten, für die Dialyse ein Empfehlungsschreiben ihres Hausarztes mit in das Krankenhaus zu bringen.

In direkt von Tsunami heimgesuchten Ortschaften dürfe kein Brunnenwasser geschöpft werden, da dieses verunreinigt sein könne.

Nach dem großen Erdbeben im Nordosten Japans sind 86 Notfallteams des Japanischen Roten Kreuzes mit rund 600 medizinischen Fachkräften im Dauereinsatz, um Verschüttete zu bergen und Verletzte zu versorgen.

Das teilte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) mit Verweis auf die japanische Schwesterorganisation mit. Die Einsatzkräfte berichten laut DRK von Verletzten, die beinahe ertrunken seien und große Mengen Wasser schlucken mussten. Dies könne zu Lungenentzündungen führen. Zusätzlich betreuten die Helfer Evakuierte in Notlagern und Sammelstellen.

Allein in Sendai gebe es 200 Notunterkünfte, in denen die Erdbeben- und Tsunami-Opfer Schlafgelegenheiten finden sowie Verpflegung und psycho-soziale Betreuung erhalten. Vor allem für Kinder sei die psycho-soziale Betreuung wichtig, wie die Organisation Japan Emergency NGOs, ein Zusammenschluss verschiedener Nichtregierungsorganisationen des Landes, betont.

In Yokohama, der nahe Tokio gelegenen, zweitgrößten Stadt Japans, richten sich die Kliniken derweil auf die geplanten, mehrstündigen Stromsperren ein. Darauf weist die Frankfurter Repräsentanz der vom Erdbeben nur minimal in Leidenschaft gezogenen Hafenstadt hin.

Wie japanische Medien berichten, verschieben derzeit landesweit Kliniken anberaumte, aber nicht notwendige Eingriffe als Reaktion auf die Stromsperren, da auch Diesel für Notstromaggregate knapp werde.

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