KOMMENTAR

Konfliktherd der Zukunft

Von Pete Smith Veröffentlicht:

Mit Blick auf die rasant steigenden Lebensmittelpreise spricht der Chef des Weltwährungsfonds vom "Konfliktherd der Zukunft". Hört man genauer hin, dann beklagt er nicht allein die Hunderttausenden von Menschen, die wegen unbezahlbarer Nahrungsmittel in den armen Ländern verhungern müssen, sondern die in Folge dieses Massensterbens zerrütteten "wirtschaftlichen Umfelder". Mit all ihren Auswirkungen, die auch jene zu spüren bekommen werden, die sich wenige Gedanken über das Elend in der Welt machen. Die Aufstände der Hungernden in Haiti und Ägypten sind zwei nur geographisch voneinander entfernte Brandherde, die sich rasch zu einem Flächenbrand vereinen könnten.

Die Ausführungen des Wirtschaftsexperten berühren den Kern des Problems. Als ob nicht schon der Hungertod eines einzigen Menschen Anklage genug wäre, muss erst ein Szenario beschworen werden, in dem sich die Armen gewaltsam nehmen, was ihnen die Reichen verweigern.

Erst ein pervertierter Umweltgedanke hat die Diskussion in Gang gebracht. Bis dato war nur wenigen Menschen bewusst, dass ein wesentlicher Teil der Landwirtschaftsprodukte nicht dazu verwendet wird, den Hunger der Armen zu stillen, sondern um die Biospritquote in einigen Industrieländern zu erhöhen. Dass darauf 30 bis 70 Prozent der Preissteigerungen im Nahrungsmittelsektor zurückzuführen sind, wird nun zum Glück nicht mehr kritiklos hingenommen.

Lesen Sie dazu auch: Lebensmittelkrise ist nicht nur Ursache für Gewalt

Schlagworte:
Mehr zum Thema

Welt-Nichtraucher-Tag

Trend zum Nichtrauchen bei Jugendlichen hält an

Unterhauswahl im UK

Großbritannien: Zukunft des NHS ist zentral im Wahlkampf

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Leitartikel

GVSG: Zu viele Leerstellen

Verbesserung der Leistungsfähigkeit

Betablockerverzicht bei HFpEF unterschiedlich erfolgversprechend

Lesetipps
Prinzipiell folge aus REDUCE-AMI, so Prof. Dr. Michael Böhm, dass bei Infarktpatienten mit erhaltener Pumpfunktion keine Betablocker mehr gegeben werden müssten. Das gelte, sofern es keinen anderen Grund für Betablocker gebe, konkret tachykardes Vorhofflimmern oder anhaltende Angina.

© shidlovski / stock.adobe.com

Nach der REDUCE-AMI-Studie

Bye-bye für Betablocker nach Herzinfarkt?

Viele Menschen sind adipös. Die Kombination aus Intervallfasten plus Protein-Pacing kann anscheinend neben einer Gewichtsabnahme auch zu einem gesünderen Mikrobiom verhelfen.

© Aunging / stock.adobe.com

Verändertes Mikrobiom

Intervallfasten plus Protein-Pacing lassen die Pfunde purzeln