Radsport-Doping: Verdacht gegen Arzt erhärtet sich

BAD SACHSA (pid). Der Anästhesist Markus Choina aus Bad Sachsa (Niedersachsen) ist offenbar sehr viel tiefer in die RadsportDopingaffäre verwickelt, als bislang bekannt gewesen ist.

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Es gibt inzwischen mehrere Hinweise darauf, dass der Anästhesist aus Bad Sachsa (Kreis Osterode) jahrelang in das "System Fuentes" eingebunden gewesen ist und aktiv an Doping-Aktivitäten des spanischen Arztes mitgewirkt hat.

Der deutsche Radprofi Jörg Jaksche hatte berichtet, dass Choina bei ihm Eigenblutdoping vorgenommen habe. Darüber hinaus soll der 55-Jährige auch in enger Verbindung zu dem unter Doping-Verdacht stehenden spanischen Radsport-Star Alejandro Valverde gestanden haben. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Göttingen bestätigte jetzt auf Anfrage, dass entsprechende Hinweise vorlägen.

Der Arzt war durch ein abgehörtes Telefonat, das der Madrider Dopingarzt Eufemiano Fuentes mit ihm geführt hatte, ins Visier der Strafverfolgungsbehörden geraten. Im August 2006 durchsuchten Ermittler des Bundeskriminalamtes und der Staatsanwaltschaft Göttingen sein Wohnhaus in Bad Sachsa und seinen damaligen Arbeitsplatz an einer Klinik in Bleicherode, wo er unter anderem im Bereich Transfusionsmedizin tätig war. Der Anästhesist steht im Verdacht, Fuentes mit Medikamenten beliefert zu haben, die zu Dopingzwecken benutzt wurden. Die Staatsanwaltschaft Göttingen ermittelt wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz.

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