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Roboter kann Handschrift imitieren

Göttinger Forscher entwickeln Maschinen, die fließende Bewegungen ausführen - etwa das Greifen nach Gegenständen oder das Imitieren von Handschriften.

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Fließende Bewegungsabläufe: Der Roboter ahmt eine Handschrift nach.

Fließende Bewegungsabläufe: Der Roboter ahmt eine Handschrift nach.

© Universität Göttingen

GÖTTINGEN (pid). Wissenschaftler der Universität Göttingen haben eine mathematische Methode entwickelt, nach der Roboter fließende Bewegungsabläufe wie beispielsweise das Schreiben oder das Greifen nach Gegenständen erlernen können.

Damit könnten Roboter zukünftig beispielsweise Handschriften imitieren, ein Glas einschenken oder die Spülmaschine einräumen, sagte der Koordinator der Forschergruppe, Professor Florentin Wörgötter.

Die Göttinger Wissenschaftler haben ihre Ergebnisse online in der Fachzeitschrift "IEEE Transactions on Robotics" veröffentlicht.

Niedersachsens Forschungsministerin Johanna Wanka verschaffte sich kürzlich bei einem Besuch der Göttinger Experten für Neurotechnologie einen Eindruck von den Fähigkeiten des Roboters und war begeistert: Der Roboter ahmte eine Probe ihrer Handschrift perfekt nach.

"Roboter beherrscht ministerielle Handschrift"

"Damit ist unser Roboter der erste, der ganz offiziell eine ministerielle Handschrift beherrscht", schmunzelte Wörgötter. Bislang waren Roboter so programmiert, dass sie eine Kette von Bewegungselementen nur nacheinander abarbeiten konnten.

Die Göttinger Wissenschaftler veränderten die mathematischen Grundlagen der Steuerungsbefehle in wenigen, aber letztlich dennoch entscheidenden Details.

Dadurch können die Roboter nun auch verschiedene Einzelhandlungen wie etwa das Schreiben mehrerer Buchstaben dynamisch miteinander verbinden. Auf diese Weise ließen sich besonders weiche Bewegungen erzeugen, die der menschlichen Bewegung sehr viel stärker ähneln, erläuterte Wörgötter.

Die neue Methode sei ein wichtiger Beitrag zu der Entwicklung von Service-Robotern, die Menschen konkret im Alltag unterstützen können. Bereits in zehn bis 15 Jahren könnten solche Maschinen eine große Rolle spielen.

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