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Schwule reagieren auf männlichen Duftstoff

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Der Duft von Männern aktiviert bei Schwulen die gleichen für das Sexualverhalten ursächlichen Hirnareale wie bei heterosexuellen Frauen. Das haben schwedische Forscher bei Untersuchungen von pheromonähnlichen Duftstoffen gezeigt. Ebenso regt eine von Frauen abgegebene Substanz den entsprechenden Hirnteil heterosexueller Männer an.

Die Forscher um Ivana Savic vom Karolinska-Universitätsspital in Stockholm vermuten deshalb einen Zusammenhang zwischen der sexuellen Orientierung und der Gehirnfunktion, wie sie in der Fachzeitschrift "PNAS" schreiben (102, 2005, 7356).

Das im Schweiß von Männern enthaltene Testosteron-Derivat AND und der im weiblichen Urin vorkommende östrogenähnliche Stoff EST sind nach Vermutungen der Forscher zwei Pheromone, die der unbewußten Kommunikation zwischen Menschen dienen. Frühere Studien konnten zeigen, daß beim Riechen dieser beiden Stoffe geschlechtsspezifische Reaktionen im Hirn stattfinden.

Wenn Frauen AND und Männer EST riechen, wird der Hypothalamus aktiviert, der das Sexualverhalten steuert. Nun haben die Forscher um Savic jedoch festgestellt, daß die Hirnaktivierung viel mehr von der sexuellen Orientierung einer Person abhängt als von ihrem Geschlecht.

AND aktivierte den Hypothalamus schwuler Männer und heterosexueller Frauen, bei heterosexuellen Männern hingegen zeigte nur der Hirnteil eine Reaktion, der für das Riechen zuständig ist. Dafür wurde der Hypothalamus der heterosexuellen Männer durch EST angeregt, wohingegen bei schwulen Männern und heterosexuellen Frauen jeweils nur die Riechregion aktiviert wurde.

Auf gewöhnliche Düfte wie Lavendel reagierten bei allen drei Gruppen nur die fürs Riechen zuständigen Hirnteile. (ddp.vwd)

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