Spendenaktion rettet herzkrankes Mädchen

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GÖTTINGEN (pid). Ärzte des Göttinger Uniklinikums haben mit drei Operationen am offenen Herzen einem sechsjährigen Mädchen aus Eritrea in Afrika das Leben gerettet.

Hat alles überstanden: Delina mit dem Herzspezialisten Thomas Paul.

Hat alles überstanden: Delina mit dem Herzspezialisten Thomas Paul.

© Foto: pid

Der komplexe Herzfehler, an dem die sechsjährige Delina seit ihrer Geburt litt, sei durch die Op komplett korrigiert, sagte Professor Wolfgang Ruschewski. Der Göttinger Kinderherzchirurg gilt als Spezialist für Herzoperationen bei Kindern. Die aufwändigen Eingriffe, die rund 95 000 Euro gekostet haben, wurden durch eine bundesweite Spendenaktion des Deutschen Kinderzentrums für herz- und krebskranke Kinder in Münster ermöglicht.

Die gemeinnützige Organisation sendet regelmäßig Behandlungsteams nach Eritrea, die dort ehrenamtlich herzkranke Kinder behandeln und operieren. Bei der Untersuchung von Delina stellte sich allerdings heraus, dass ihre Herzfehlbildung nicht vor Ort behandelt werden konnte. Da sie ohne eine Operation nicht lange überlebt hätte, startete die Organisation einen Spendenaufruf.

Im September kam Delina zusammen mit ihrem Vater Tekle Ghirmai nach Göttingen. Der Herzfehler bestand darin, dass die Hauptpulmonalarterie, durch die sauerstoffarmes Blut von der rechten Herzkammer in den Lungenkreislauf geführt wird, verschlossen war, erläuterte der Leiter der Pädiatrischen Kardiologie, Professor Thomas Paul. Die Herzfehlbildung war so komplex, dass Delina in mehreren Etappen operiert werden musste.

Die letzte Op, bei der im Januar ein Implantat mit einer künstlichen Klappe eingepflanzt wurde, dauerte fast zehneinhalb Stunden. Mehrere Stunden lang war Delina an die Herz- und Lungenmaschine angeschlossen. Inzwischen hat das Mädchen alles gut überstanden und befindet sich in ambulanter Behandlung.

Ihr Vater, der während ihres stationären Aufenthalts am Göttinger Uniklinikum gewohnt hatte, ist sehr glücklich über die Rettung seiner Tochter. Delina sei es vor der Op schlecht gegangen, sagte er. Sie habe nichts gegessen. Jetzt könne sie alles machen, was andere Kinder auch machen. Ihr Herz arbeite wie bei einem gesunden Kind, sagte Professor Ruschewski. Allerdings müsse das Implantat nach spätestens 20 Jahren ausgetauscht werden.

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