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Spendenbereitschaft geht wieder zurück

BERLIN (dpa). Deutschen Spendern sitzt das Geld nicht mehr so locker in der Tasche wie noch im vergangenen Jahr.

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Die 30 größten Organisationen mit DZI-Spendensiegel nahmen im ersten Halbjahr 2011 rund 19 Prozent weniger Geld ein als im Vorjahr.

Lässt man die Sonderspenden für große Katastrophen unberücksichtigt, sank die Spendenbereitschaft um 1,3 Prozent. Das teilte das Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) am Montag in Berlin mit.

Im ersten Halbjahr 2010 nahmen die DZI-Organisationen rund 627 Millionen Euro ein, in diesem Jahr waren es 508 Millionen Euro.

"Der sich 2011 abzeichnende Rückgang der Spendenbereitschaft könnte auf die sich eintrübenden Konjunkturaussichten und die Verunsicherungen durch die Euro-Krise zurückzuführen sein", sagte DZI-Geschäftsführer Burkhard Wilke.

Dezember ein spendenstarker Monat

Das Spendenjahr sei aber noch nicht vorüber. Gerade der Dezember sei ein spendenstarker Monat.

Sowohl 2010 als auch in diesem Jahr spendeten die Deutschen große Beträge für Opfer in Krisengebieten. So kamen laut DZI für die Erdbebenopfer von Haiti (Januar 2010) rund 230 Millionen Euro und für die Flutopfer von Pakistan (August/September 2010) 200 Millionen Euro zusammen.

Nach dem Erdbeben, Tsunami und der Atomkatastrophe in Japan im März dieses Jahres spendeten die Deutschen rund 72 Millionen Euro und für die Hungernden in Ostafrika bislang 170 Millionen Euro.

Das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) soll die Seriosität einer Hilfsorganisation belegen. Es soll den Bürgern bei der Entscheidung helfen, wem sie ihr Geld geben. Eine neu gestaltete Internetseite soll die Orientierung erleichtern.

Dort sind alle 263 Organisationen mit Spendensiegel aufgelistet. Seit 1906 dokumentiert das DZI Spenden sammelnde Organisationen und bewertet deren Tätigkeit.

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