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Währungsfonds berät über Hilfe für Pakistan

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ISLAMABAD (dpa). Der Internationale Währungsfonds wird in der kommenden Woche mit der Regierung Pakistans über Hilfsmöglichkeiten beraten. Die Flutschäden sind riesig. Wie die BBC berichtete, könnten sich die Wiederaufbaukosten nach Schätzungen der Regierung in Islamabad auf 15 Milliarden US-Dollar (11,6 Milliarden Euro) belaufen. Der pakistanische Premierminister Yousuf Raza Gilani kündigte für Dienstag ein Treffen zur Gesundheitslage an. Neben dem Gesundheitsministerium und der Katastrophenschutzbehörde NDMA würden daran auch alle Provinzregierungen, die UN-Organisationen und internationale Partner teilnehmen, sagte der Regierungschef am Samstag. Es sollen auch Pläne und Maßnahmen zur Verhinderung des Ausbruchs von Krankheiten und Seuchen erörtert werden.

Wie IWF-Sprecher Masood Ahmed in einer Mitteilung in Washington erklärte, sollen die Auswirkungen der Flut auf die Volkswirtschaft von Pakistan und IWF gemeinsam beurteilt werden. Neben der Frage, was Pakistan selbst tun könne, stehe auch auf der Tagesordnung, wie der IWF helfen könne. Die pakistanische Zeitung "Daily Times" schrieb am Sonntag, Finanzminister Abdul Hafeez Shaikh wolle den IWF bei einem Treffen voraussichtlich ersuchen, das im Jahr 2008 gewährte Darlehen von 10 Milliarden Dollar umzustrukturieren oder neue Finanzierungsmodelle zu prüfen.

Nach Meinung von Experten werden die Wassermassen in den nächsten Tagen zurückgehen. Die Flut werde in das Arabische Meer abfließen, schrieb die pakistanische Zeitung "The Dawn" am Samstag weiter.

Eine Entwarnung ist das aber noch nicht. Die Flüchtlinge würden bei ihrer Rückkehr sehr wenig vorfinden, da das Wasser Häuser, Straßen und die Ernte fortgespült habe. Die Katastrophe betrifft etwa ein Fünftel des Staatsgebietes. Rund 20 Millionen Menschen seien in irgendeiner Weise von der Flutkatastrophe betroffen, mindestens sechs Millionen seien obdachlos.

Am Samstag sind nach Behördenangaben nun auch zahlreiche Dörfer und Städte im Süden des Landes evakuiert worden. Zehntausende Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Tausende Flutopfer sind noch ohne Unterkunft, Nahrung und Wasser.

Die Weltgemeinschaft hat Pakistan bei einer Geberkonferenz der Vereinten Nationen mehr Hilfe zugesagt. Die UN hatten gefordert, im kommenden Vierteljahr mindestens 460 Millionen Dollar (357 Millionen Euro) für die Versorgung der Flutopfer bereitzustellen. Noch am Sonntag sollte vom deutschen Flugplatz Geilenkirchen aus eine Frachtmaschine der NATO Hilfsgüter nach Pakistan bringen. An Bord sind Generatoren, Wasserpumpen und Zelte.

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