"Wir hielten uns an den Händen und weinten, fassungslos wie Kinder"

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Hartmut Zumbrinks Bild "Lebenslauf" und Hans-Georg Ambrosius’ Werk "Wir hielten uns an den Händen und weinten, fassungslos wie Kinder" haben beide den mit 1500 Euro dotierten 1. Preis des Konrad-Lutz-Wettbewerbs erhalten.

Der dritte Preis (800 Euro) des Gestaltungswettbewerbs für Menschen mit HIV und Aids ging an Ralf Prickartz für seine Bildserie "Period of Time". Den Online-Publikumspreis und 1200 Euro erhielt Mihajlo Raskovic für sein Bild "...zeiträume". Die Werke sind bis zum 23. Februar im Kulturzentrum Gasteig in München zu sehen.

"Zeiträume" lautete das Motto des Wettbewerbs, für den insgesamt 113 Bilder eingereicht wurden. Am Ende gab es 13 Sieger, deren Werke im Anschluß an die Münchener Ausstellung auch in Berlin, Rostock, Nürnberg, Münster, Chemnitz, Köln, Hamburg, Leipzig, Lübeck, Bremen und Dresden zu sehen sein werden.

"Die Förderung von Lebensqualität geht Hand in Hand mit der Förderung von Verständnis und Akzeptanz. Dazu leistet der Konrad-Lutz-Preis einen wichtigen Beitrag", sagte Thomas Niederbühl, Geschäftsführer der Münchener Aids-Hilfe. Der Preis trage dazu bei, daß sich Patienten Nicht-Betroffenen mitteilen könnten.

Der Konrad-Lutz-Preis erinnert an den 1955 in München geborenen gleichnamigen Filmemacher. Für sein von individueller Freiheit geprägtes Lebensgefühl engagierte sich Lutz sowohl künstlerisch als auch politisch. Zusammen mit einem Kollegen führte er das Werkstattkino in München, das erste experimentelle Kino Deutschlands. 1983 wurde Lutz Dialysepatient und erfuhr etwa ein Jahr später, daß er sich aufgrund einer verseuchten Blutkonserve mit HIV infiziert hatte.

Aids wurde damals noch als "Seuche" von Schwulen, Prostituierten und Fixern wahrgenommen. Lutz engagierte sich, obwohl körperlich stark geschwächt, bis zu seinem Tod für Aidskranke. Der Wettbewerb wird von Netzwerk plus, dem bundesweiten Netzwerk für Menschen mit HIV und Aids, und dem Arzneimittel-Hersteller GlaxoSmithKline ausgerichtet. (ag/eb)

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