„CoronaUpdate“-Podcast

Leben mit Corona – „Wir dürfen keine gesellschaftliche PTBS entwickeln“

Das Coronavirus SARS-CoV-2 wird unter uns bleiben, nur wie damit umgehen: Werden Lockdowns zum Alltag, entwickeln wir einen Gesundheitspaternalismus? Eine „CoronaUpdate“ über das Leben mit COVID-19.

Prof. Dr. med. Martin SchererVon Prof. Dr. med. Martin Scherer und Denis NößlerDenis Nößler Veröffentlicht:
Leben mit Corona – „Wir dürfen keine gesellschaftliche PTBS entwickeln“

© Springer Medizin

Das neue Coronavirus SARS-CoV-2 ist in der Menschheit angekommen – und dort wird es wohl bleiben. Das Virus könnte ein neuer „Nachbar“ von Influenza und anderen Krankheitserregern werden, ein womöglich saisonaler-endemischer Gast in unseren Wohnzimmern, Arztpraxen und Kliniken.

Doch wie sollen wir damit umgehen? Denn noch gibt es keine Impfung, und auch von einer Herdenimmunität sind wir einstweilen noch weit entfernt. Wird der nächste Lockdown folgen, wenn nach ersten Lockerungen die Erkrankungszahlen wieder steigen? Denn eine Herdenimmunität werden wir nicht erzwingen können.

Und es stellt sich die Frage, wie unser Leben nach Corona sein wird. Werden wir bei künftigen Epidemien mit ähnlichen Kontaktbeschränkungen wie jetzt reagieren? Werden wir in Zukunft immer dann Konzerte absagen, Stadien und Schulen schließen, wenn eine saisonale Influenzawelle stark verläuft?

Die letzten drei Monate könnten nachhaltige Wirkung auf unser Gesundheitswesen und unser gesellschaftliches Verständnis haben: Könnte unser Zugang zu viralen Erkrankungen womöglich ein anderer sein? Werden sich Werte verschieben – hin zu einer immer spezialistischeren Sichtweise, oder eher zu einer multidisziplinären Perspektive? Wird sich in unserer Gesellschaft ein Gesundheitspaternalismus entwickeln?

Eine „CoronaUpdate“ über das Leben mit COVID-19.

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