„ÄrzteTag“-Podcast

Mehr Prävention, weniger Kranke heilen – ist das der Trend, Professor Nixdorff?

Arztinduzierte Nachfrage oder veränderte Krankheitslast? Professor Uwe Nixdorff ist ein exponierter Vertreter der Präventionsmedizin. Im „ÄrzteTag“-Podcast spricht der Kardiologe über die Möglichkeiten von Prävention und Früherkennung in Praxen – etwa über einen Tätigkeitsschwerpunkt.

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:
Professor Uwe Nixdorf: Der Spezialist für Check-up- und Präventionsmedizin ist Inhaber und Geschäftsführer des European Prevention Centers mit Standorten unter anderem in Düsseldorf.

Professor Uwe Nixdorf: Der Spezialist für Check-up- und Präventionsmedizin ist Inhaber und Geschäftsführer des European Prevention Centers mit Standorten unter anderem in Düsseldorf.

© Porträt: privat | Hirn: grandeduc / stock.adobe.com

Eine „Medizin des Gesunden“ propagieren Präventionsmediziner zunehmend, nicht nur auf Kongressen. Mit mehr Prävention und Früherkennungsuntersuchungen wollen sie erreichen, dass die Krankheitslast durch chronische Erkrankungen in einer alternden Gesellschaft abgemildert wird. Professor Uwe Nixdorff, Inhaber und Geschäftsführer des European Prevention Centers mit Standorten unter anderem in Düsseldorf, ist ein exponierter Vertreter der Präventionsmedizin.

Im „ÄrzteTag“-Podcast erläutert der Kardiologe, der sich auch für die Fort- und Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten in der Check-up-Medizin einsetzt, die „gigantischen Möglichkeiten“ der modernen Medizin, Krankheiten früher zu erkennen. Gerade in der Kardiologie gelte es, nicht erst den Arzt oder die Ärztin aufzusuchen, „wenn der Schuh drückt“.

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Die Möglichkeiten der Kassenmedizin in der Prävention seien in Deutschland zwar teilweise besser als in anderen Ländern, beispielsweise über die Gesundheitsuntersuchung, die alle drei Jahre bei über 35-Jährigen möglich ist, oder auch bei den U-Untersuchungen von Kindern. Um Risiken genauer abschätzen zu können, seien die Grenzen bei Kassenleistungen aber eng gesetzt, so Nixdorff.

Im Podcast erläutert der Kardiologe die Grenzen älterer Methoden wie des Belastungs-EKG für die Früherkennung von Herzerkrankungen und die alternativen bildgebenden Methoden. Entscheidend sei es, die Risiken der Patienten zu erheben, das sei etwa bei Cholesterin, Taillenumfang oder Gewicht überhaupt nicht aufwändig.

Über die Arbeit mit Risiko-Scores wie Procam oder European Heart Score ließen sich dann die Patienten herausfiltern, für die eine weitergehende Diagnostik etwas bringen könnte. Auch wie er dabei vorgeht und warum Patientinnen und Patienten keine Angst vor Überdiagnostik haben müssen, erläutert Nixdorff im Podcast. (Dauer: 39:25 Minuten)

Tätigkeitsschwerpunkt Check-up-Medizin

Hintergrundinformationen zur Check-up-Medizin geben Nixdorff und der Internist und Sportmediziner Dr. Wolfgang Grebe in einer Fortbildung zum Tätigkeitsschwerpunkt „Check-up-Medizin“, Modul kardiovaskuläre Prävention, die im Rahmen des Tages der Privatmedizin angeboten wird und mit zwei Online-Veranstaltungen am 8. und 15. November beginnt. Die Ärzte Zeitung ist Medienpartner des Tages der Privatmedizin, der am 25. November in Frankfurt am Main stattfindet.

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